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Eishockey-Youngsters Peterka und Reichel vor NHL Draft | BR24

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Die beiden Nachwuchseishockey-Spieler John Jason Peterka aus München und Lukas Reichel aus Rosenheim haben die Chance in der NHL zu Spielen.

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Eishockey-Youngsters Peterka und Reichel vor NHL Draft

Die Nachwuchs-Spieler John Jason Peterka aus München und Lukas Reichel aus Rosenheim könnten bald in der besten Eishockey-Liga der Welt, der National Hockey League (NHL), spielen. Noch heißt es allerdings auf die Sichtungscamps warten.

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Die Eishockey-Youngster John Jason Peterka und Lukas Reichel sind sich in vielem ähnlich. Fast gleich groß, fast gleich alt und gleich gut am Puck. Und was Münchens Peterka über den gebürtigen Rosenheimer Reichel in Sachen Spielstil sagt, könnte ebenso für ihn selbst gelten. "Ein sehr schneller Spieler mit einer tollen Übersicht. Und einer, der dann zum Schluss auch einnetzt", schwärmt Peterka.

Peterka und Reichel unter den Top 15

Der gerade Mal 18-jährige John Jason, oder wie er sich selbst nennt J.J. Peterka, geht noch zur Schule. Der 17-jährige Reichel, in Rosenheim ausgebildet, ist bei den Eisbären Berlin unter Vertrag. Beide sorgten in der letzten DEL Saison für mächtig Furore und bekamen auch deshalb vor wenigen Tagen Post, die ihr Leben verändern könnte. Wenn die beste Eishockeyliga der Welt, die NHL in ein paar Wochen ihre Drafts durchführt, stehen beide unter den internationalen Top15 Spielern: "Man freut sich riesig. Das motiviert auch so richtig im Sommer noch mal durch zu starten und zu zeigen, dass man noch mal einen Sprung gemacht hat."

Reichel hat große Vorbilder in der Familie

Es ist ein Riesentraum, strahlt Reichel. Kein Wunder – er stammt aus einer grandiosen Eishockeyfamilie: Vater Martin war deutscher Nationalspieler, Onkel Robert in den 90ern und 2000ern eine tschechische Eishockeylegende, Weltmeister, Olympiasieger und über 800 Spiele in der besten Liga der Welt auf dem Buckel: "Seine Karriere war einfach nur Wahnsinn. Ich hoffe auch, dass ich einmal so eine Karriere hinbekomme wie mein Onkel. Oder wie mein Dad", so Reichel.

Auf internationalem Parkett geglänzt

Die Vorzeichen dafür stehen nicht schlecht – vor allem weil beide schon auf internationalem Parkett geglänzt haben. Dass die deutsche U20 den Klassenerhalt bei der WM schaffte, war auch der Verdienst von Peterka und Reichel, die bärenstark aufspielten, auch im Wissen, dass Scouts aus der besten Liga der Welt in der Halle waren, richtig aufdrehten: "Du darfst einfach nicht daran denken. Sonst hast Du nur Angst vor Fehlern. Wenn Du Spaß hast am Eishockey, dann klappt das auch", beschreibt Reichel. Für Peterka war es eine zusätzliche Motivation: "Die hatten da eine eigene Tribüne, das wussten wir. Ich finde aber, dass das zusätzlich gepusht hat."

In welchen Teams sie landen, weiß noch niemand: "Letztendlich ist es wohl schön, bei jedem Team der NHL zu spielen. Aber mein persönliches Lieblingsteam ist halt Chicago, sagt Peterka. Das wäre auch für Reichel das Wunsch-Team. "Ja klar, Chicago!"

Sichtungscamps liegen auf Eis

Dass Chicagos Patrick Kane von beiden als Lieblingsspieler angegeben wird, passt auch irgendwie ins Bild. Ob sie ihr Idol allerdings bald mal treffen, steht in den Sternen. Denn die Sichtungscamps, auf denen man sich nach dem Draft präsentieren kann, liegen erst mal auf Eis. Bis dahin arbeiten beide mit Trainingsplänen ihrer Vereine – und wer weiß: Sollte es mit den Sichtungscamps nicht klappen, kommt es vielleicht irgendwann noch mal zum Wiedersehen in der DEL. Sowohl der EHC Red Bull München als auch die Eisbären Berlin dürften beide wohl mit Handkuss zurücknehmen, wenn es mit dem großen Traum NHL jetzt nicht klappt.