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Eishockey-WM: Neuanfang nach Olympiasilber für DEB-Team

Die meisten Olympiahelden fehlen, Leon Draisaitl und Korbinian Holzer sollen die Lücken schließen: Mit nur zehn Silbermedaillengewinnern von Pyeongchang, aber sieben NHL-Spielern startet Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm in die WM in Dänemark.

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"Es gibt diesmal leider sehr viele Absagen", sagt Sturm: "Einige sind verletzt, andere müde, auch mental." Mit dabei sind zwar die NHL-Profis Leon Draisaitl, Dennis Seidenberg und Korbinian Holzer. Aber vermisst werden vor allem die Routiniers, die vor gut zwei Monaten bei den Winterspielen in Südkorea sensationell das Finale erreichten. Nach den Rücktritten von Christian Ehrhoff , Marcel Goc und Patrick Reimer fehlen auch der Münchner Meistertorwart Torhüter Danny aus den Birken oder Frank Mauer, der im Olympia-Halbfinale gegen Kanada mit dem Schläger zwischen den Beinen den spektakulärsten Treffer erzielte.

"Kleiner Neustart"

"Es ist ein kleiner Neustart mit sehr vielen jungen Spielern", stellt der Bundestrainer fest. Im 25-köpfigen WM-Aufgebot sind nur fünf Spieler über 30 Jahre alt, aber zwölf 25 oder jünger. Allein sieben starten im Auftaktspiel gegen Dänemark (20.15 Uhr, Liveeinblendungen auf B5 aktuell) in ihre erste WM. Von den Finalisten der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) sagten lediglich die Münchner Yannic Seidenberg, Dominik Kahun und Patrick Hager sowie die Berliner Jonas Müller und Marcel Noebels zu.

Die wichtigsten Spieler sind die drei Spieler aus der nordamerikanischen Profiliga NHL: Leon Draisaitl, Dennis Seidenberg und der ehemalige Tölzer-Spieler Korbinian Holzer. Der 22 Jahre alte Stürmer Draisaitl ist Deutschlands bester Spieler. "Er hebt die Qualität ungemein und zieht die Mitspieler noch einmal gewaltig mit", sagt Sturm. Seidenberg und Holzer sollen die Defensive stabilisieren. Auf einen weiteren Profi aus Übersee hofft der Coach noch: Goalie Philipp Grubauer tritt mit Washington gegen Pittsburgh mit dem Landshuter Stürmer Tom Kühnhackl an. Einer der beiden könnte im Verlauf der Vorrunde noch helfen. Wichtig fürs deutsche Spiel sind außerdem die Torhüter-Leistungen: Nur Timo Pielmeier vom ERC Ingolstadt hat WM-Erfahrung, Niklas Treutle (Nürnberg Ice Tigers) und Mathias Niederberger (Düsseldorfer EG) sind Turnier-Debütanten. Pielmeier wird gegen Dänemark am Abend auch im Tor stehen.

"Olympia abhaken"

Nach dem größten Erfolg in der deutschen Eishockeygeschichte warnt der Bundestrainer vor zu hohen Erwartungen. "Es ist ein neues Turnier, man muss Olympia jetzt abhaken", betonte Sturm: "Es wäre super, wenn wir unter den Top Acht bleiben könnten, dann wäre ich zufrieden. Nach der Silbersensation ist die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in der Weltrangliste auf Platz sieben geklettert. In den Gruppenspielen in Herning bekommt es Sturms Team mit Gastgeber Dänemark (4. Mai), Norwegen (6.), den USA (7.), Südkorea (9.), Lettland (12.), Finnland (13.) und dem Topfavoriten Kanada (15.) zu tun.

Seit Sturm Bundestrainer wurde, erlebt Eishockey einen Aufschwung. Bei beiden bisherigen WM-Turnieren unter Sturm führte er das Team ins Viertelfinale. Gelänge das auch diesmal, wäre der positive Trend bestätigt. Der 39-Jährige hat sich zum Ziel gesetzt, unter den Top Acht der Weltrangliste zu bleiben. Auch Sturm weiß, dass Rückschläge irgendwann wieder kommen werden. Dennoch: Der Finaleinzug bei den Winterspielen 2018 im Februar hat bei den Spielern den Glauben gestärkt, dass sie zu allem bereit sind.