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Eishockey-WM: Deutschland schlägt Frankreich 4:1 | BR24

© Monika Skolimowska / dpa-Bildfunk

Deutschlands Marco Nowak (l-r), Markus Eisenschmid und Jonas Müller jubeln über das Tor zum 2:1

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Eishockey-WM: Deutschland schlägt Frankreich 4:1

Bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Slowakei hat sich Deutschland den dritten Sieg in Folge geholt. Gegen Frankreich stand es am Ende 4:1 (1:0, 2:1, 1:0). NHL-Torhüter Philipp Grubauer ging bei seinem ersten WM-Einsatz vorzeitig vom Eis.

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Deutschlands Eishockey-Team ist bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei auf Viertelfinalkurs. Nach dem 4:1 (1:0, 2:1, 1:0) gegen Frankreich sind Leon Draisaitl und Co. nun Tabellenführer in ihrer Vorrundengruppe und können schon am Mittwoch gegen den WM-Gastgeber den Einzug in die K.o.-Runde so gut wie perfekt machen. Außerdem hat die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2022 so gut wie sicher. Neben NHL-Topstar Draisaitl trafen gegen Frankreich die beiden Mannheimer Meisterspieler Moritz Seider und Matthias Plachta. NHL-Verteidiger Korbinian Holzer erzielte kurz vor Schluss den Endstand. Frankreichs Kapitän Damien Fleuryer sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1.

Torhüter Grubauer angeschlagen

Ein weiterer Erfolg gegen die Slowakei würde aller Voraussicht nach zum Weiterkommen reichen. Ob NHL-Torhüter Philipp Grubauer im bislang wichtigsten Spiel der Vorrunde aber mitwirken kann, ist noch unsicher. Der Stanley-Cup-Sieger des Vorjahres stand nach seiner Ankunft am Sonntag in Kosice gegen Frankreich heute erstmals bei dieser WM im deutschen Tor, ging nach 30 Minuten aber mit muskulären Problemen vom Eis. "Reine Vorsichtsmaßnahme", hieß es vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) dazu zunächst. Für den Goalie der Colorado Avalanche kam Nürnbergs Niklas Treutle ins Tor.

Bundestrainer stellt Team um

Auch sonst trugen einige Wechsel im deutschen Team zum dritten Erfolg bei. Mit Draisaitl und Dominik Kahun spielten die beiden besten deutschen NHL-Stürmer zusammen in einer Angriffsreihe. "Wir wollen vielleicht ein bisschen mehr Kreativität in der offensiven Zone haben. Wir hatten das Gefühl, dass wir noch nicht so gute Torchancen kreiert haben, wie wir wollten", begründete Bundestrainer Söderholm. Tatsächlich wurde es stets gefährlich, wenn die NHL-Stürmer auf dem Eis waren. Bereits nach zehn Minuten hätte Deutschland in Führung gehen können. Draisaitls Abschluss auf Zuspiel von Kahun landete aber am Pfosten.

Starke Defensive bringt Erfolg

Nach einem trainingsfreien Tag wirkte Deutschland noch einmal strukturierter als in den ersten Spielen. Die DEB-Auswahl bestimmte die Partie und drängte die Franzosen in deren Verteidigungszone. Viele Möglichkeiten zur Auszeichnung erhielt Grubauer zunächst nicht. Für den 27-Jährigen war der in den ersten beiden Spielen starke Düsseldorfer Mathias Niederberger diesmal nur Ersatz. Zur Ruhe im deutschen Spiel trug vor allem aber erneut der erst 18 Jahre alte Abwehrspieler Seider bei. Ruhig, abgeklärt und mit Zug zum Tor war der Teenager erneut bester deutscher Abwehrspieler. Auf Zuspiel von Wolfsburgs Gerrit Fauser brachte Seider die DEB-Auswahl kurz vor dem Ende des ersten Drittels mit seinem zweiten WM-Tor verdient in Führung. Wie aus dem Nichts glichen die harmlosen Franzosen, die in Pierre-Edouard Bellemare und Antoine Roussel zwei für sie wichtige NHL-Spieler in diesem Jahr nicht dabei haben, aber zunächst aus.

Entscheidung im zweiten Drittel

Wie schon im ersten Spiel gegen die Briten ließ sich das deutsche Team vom Ausgleich aber nicht aus der Ruhe bringen und spielte ihre Angriffe konzentriert und dominant weiter. Plachta und Draisaitl entschieden die Partie noch vor der zweiten Drittelpause.