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DEL-Halbfinale: Eishockey-Wahnsinn vor dem Showdown | BR24

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Die Nervenschlacht geht in die letzte Runde: Am Dienstag findet Spiel sieben im Halbfinale zwischen München und Augsburg statt. Gesucht wird der Finalgegner der Adler Mannheim. Bisher waren alle Spiele ziemlich eng.

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DEL-Halbfinale: Eishockey-Wahnsinn vor dem Showdown

Die brisante Halbfinal-Serie in der Deutschen Eishockey-Liga zwischen den Augsburger Panthern und Dauermeister EHC München geht in ein entscheidendes siebtes Spiel. Außenseiter Augsburg verlangt dem Favoriten alles ab.

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Es ist schon jetzt das längste Play-off-Duell aller Zeiten in der DEL: Mehr als 500 Minuten werden die Münchner und Augsburger heute (19.15 Uhr) nach der Schlusssirene in insgesamt sieben Duellen auf dem Eis gestanden haben - das gab es in der Deutschen Eishockey Liga noch nie. Die bisherige XXL-Bestmarke hielt das Viertelfinale 2008 zwischen Frankfurt und Iserlohn mit 480 Minuten.

Keine leichten Tore

Allein zweimal gingen die heiß umkämpften Duelle bereits in die Verlängerung, jedes Spiel war bis zur letzten Sekunde offen, zuletzt glich Augsburg durch ein 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) in der Serie aus. Defensive und Leidenschaft sind Trumpf, Tore doppelt wertvoll. "Leichte Tore gibt es in dieser Serie nicht", sagt Verteidiger Simon Sezemsky. "Beide Teams sind extrem stark in der Defensive. Es ist Play-off-Hockey, also kann alles passieren", so der Augsburger Adam Payerl, der zuletzt doppelt traf.

Torhüter trumpfen auf

Die Torhüter stehen jedes Spiel im Mittelpunkt: Danny aus den Birken bei Meister München und - noch besser - der überragende Olivier Roy bei den Augsburgern, der eine fast perfekte Fangquote von unmenschlichen 96,5 Prozent vorweist und 248 Schüsse abwehrte. "Es ist schon die ganze Serie so, dass wir viele Chancen haben und keine Tore schießen", hadert Münchens Kapitän Michael Wolf und ergänzte: "Je länger das geht desto schwieriger wird es." Der Stürmer beendet nach der Saison seine Karriere, das Match am Dienstag wäre bei einer Heimniederlage demnach sein letztes Profispiel.

"Unglaubliche" Stimmung

Dazu ist die Stimmung bombastisch, 6.000 Fans machten das Curt-Frenzel-Stadion zum Hexenkessel. "Unglaublich, ich habe noch nie solche Fans gesehen, sie sind die besten der Welt. Und wir fühlen uns sicher, wenn sie auch in München dabei sind", meinte Payerl. Allerdings liegt der Heimvorteil jetzt bei den Münchnern - und die Panther mokierten sich bereits darüber, dass das Gästekontingent stark verkleinert worden sei.

Außenseiter und Dauermeister

Der Außenseiter setzt ganz auf seine geliebte Rolle. "Wir haben keinen Druck", meint Ex-Nationalspieler Christoph Ullmann, der nach seinem lebensgefährlichen Zusammenprall in Düsseldorf wieder auf dem Eis steht. "Wir freuen uns unglaublich auf Spiel sieben. Wir hatten im Viertelfinale schon eines und haben dem entgegengefiebert. Das machen wir wieder."

München mag mehr Stars im Team haben und über größere spielerische Klasse verfügen. Drei Mal in Folge waren sie Meister und quasi kaum zu besiegen. Aber Augsburg setzt auf Teamgeist. Trainer Mike Stewart ist schon jetzt "sehr stolz" auf seine Truppe. "Ich glaube, dass sich der Spaß, den wir in der Kabine haben, die Entschlossenheit und der Zusammenhalt auf dem Eis widerspiegeln", sagte Ullmann.

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Die umkämpfte Halbfinal-Serie in der DEL zwischen den Augsburger Panthern und Dauermeister EHC München geht in ein entscheidendes siebtes Spiel. Außenseiter Augsburg verlangt dem Dosen-Favoriten alles ab.