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Eishockey: Saisonstart auf Mitte Dezember verschoben | BR24

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Der Saisonstart in der Deutschen Eishockey Liga wird erneut verschoben. Darauf einigten sich die DEL-Klubs am Freitag. Im besten Fall fliegt der Puck erst Mitte Dezember wieder über das Eis.

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Eishockey: Saisonstart auf Mitte Dezember verschoben

Der Saisonstart in der Deutschen Eishockey Liga wird erneut verschoben. Darauf einigten sich die DEL-Klubs am Freitag. Im besten Fall fliegt der Puck erst Mitte Dezember wieder über das Eis.

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Der Poker ist vorbei, die Karten liegen auf dem Tisch: Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) ist mit ihrer Forderung nach verbindlichen Zusagen für Finanzhilfen "all in" gegangen, doch die Politik zuckte nicht einmal. Da es bis zum selbst gestellten Ultimatum keine festen Zusagen gab, wurde der Saisonstart ein zweites Mal verschoben.

Zuletzt war der Auftakt vom 18. September auf den 13. November verlegt worden. Neues "Ziel ist, einen Saisonstart in der zweiten Hälfte des Dezembers zu realisieren", so DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke. Geht es Ende Dezember weiter, wäre eine volle Saison nicht mehr durchführbar, auch würden die Play-offs dem Modus wohl zum Opfer fallen. Eine komplette Absage der Saison ist aber noch kein Thema.

Maximal 20 Prozent der Zuschauerkapazität möglich

Ausschlaggebend für die Entscheidung seien die nach wie vor fehlende Planungssicherheit für die Klubs im Zusammenhang mit den Vorgaben der Politik, maximal 20 Prozent der Zuschauerkapazität zuzulassen sowie die dadurch bedingten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die einen Saisonstart in rund sechs Wochen nicht möglich machen.

Die DEL-Klubs finanzieren sich bis zu 80 Prozent von den Einnahmen aus Heimspielen. Eine zeitnahe Aufstockung auf gewünschte 50 bis 60 Prozent erlaubte Zuschauer ist aufgrund gestiegener Corona-Fallzahlen aber höchst unwahrscheinlich. Für den im Konjunkturpaket beschlossenen Ausgleich von bis zu 800.000 Euro gebe es bisher auch "noch keine verbindlichen Bescheide", sagte Tripcke. Liga und Klubs stehen also vor finanziell ungewissen Wochen.

DEL-Chef Tripcke: "Entscheidung alternativlos"

"Wir haben stets sehr deutlich und transparent kommuniziert, dass wir unter den aktuellen Vorgaben sowie mit der Unsicherheit, ob und in welchem Umfang die nötige finanzielle Unterstützung für die Klubs kommt, nicht in die Saison starten können. Daran hat sich bis heute leider nichts geändert. Von daher war diese Entscheidung alternativlos, auch wenn sie uns sehr schwerfällt", ergänzte Tripcke.

Bis spätestens Mitte November sollen weitere Entscheidungen zum Saisonablauf getroffen werden. "Wir werden weiterhin alles dafür tun, dass wir in die neue Saison starten können. Es gilt nach wie vor, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um die Klubs in die Lage zu bringen, dass sie verantwortungsbewusst Eishockey spielen können", so Tripcke.

© picture-alliance/dpa

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