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Eishockey-Saison: DEL will zurückkehren | BR24

© dpa-Bildfunk/Matthias Balk

Ist die DEL kurz vor einem Saisonstart?

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    Eishockey-Saison: DEL will zurückkehren

    Nach monatelangem Stillstand steht wohl endlich die Rückkehr des deutschen Erstliga-Eishockeys bevor. Am Nachmittag sollen Modus und Startdatum der Saison 2020/21 bekannt gegeben werden.

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    Erst sollte die Deutsche Eishockey Liga Mitte September, dann Mitte November aufgenommen werden. Die positiven Zeichen der vergangenen Tage deuten darauf hin, dass es am Neustart kaum Zweifel geben dürfte. Am frühen Mittwochabend gaben die Kölner Haie noch ihre Zusage, zuvor hatte bereits Nürnberg, Ingolstadt und am Dienstag Augsburg, Straubing und Iserlohn als Wackelkandidaten mitgeteilt, sich finanziell abgesichert zu haben.

    Es soll am Donnerstag in der außerordentlichen Gesellschafterversammlung mit den 14 beteiligten Clubs also vielmehr über das "wie" als das "ob" entschieden werden. Am Nachmittag will die DEL um Geschäftsführer Gernot Tripcke und den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Daniel Hopp wohl Modus und Startdatum bekannt geben. Derzeit steht der 18. Dezember im Raum.

    Bundes-Hilfspaket und Gehaltsverzicht als Finanzierungskonzept

    Ein drohendes Fiasko von eineinhalb Jahren ohne DEL-Spiele scheint also abgewendet. Dennoch: "Es braucht weiterhin große Kraftanstrengung und Unterstützung von vielen Seiten. Denn diese Saison, unter diesen schwierigen Bedingungen, bleibt eine riesige Herausforderung", warnte Köln-Geschäftsführer Philipp Walter. Viele Clubs setzten auf die 800.000 Euro aus dem Hilfspaket des Bundes. Einzig der EHC Red Bull München hatte von den DEL-Clubs keinen Antrag gestellt. Diese Hilfe sei ein "entscheidender Faktor", erklärte Straubings Geschäftsführerin Gaby Sennebogen.

    Als weitere Finanzstütze ließen sich Spieler auf einen Gehaltsverzicht von bis zu 60 Prozent ein. Die Clubs sind stark von den Zuschauereinnahmen abhängig. Sie mussten sich aber inzwischen von der Hoffnung verabschieden, dass Geisterspiele nur eine kurzzeitige Übergangslösung sein dürften.

    Aufteilung der Liga in Nord und Süd?

    Am 10. März hatte die DEL als erste deutsche Profiliga ihre vergangene Saison abgebrochen. Nun steht sie vor einer ungewöhnlichen Spielzeit. Als Option gilt, die Liga in Nord und Süd zu splitten. "Die bayerischen Clubs mit uns, München, Nürnberg, Ingolstadt und Straubing sowie Schwenningen und Mannheim, bilden die Südgruppe, der Rest den Norden", erklärte Augsburgs Vereinschef Lothar Sigl ein Modell. "Die Gruppen spielen eine Doppelrunde, um auch die Reisen und Hotelaufenthalte in Corona-Zeiten in Grenzen zu halten. Gegen die Teams aus der anderen Gruppe wird eine Einfachrunde gespielt".

    Ziel sei "eine Saison mit vielleicht auch kleinen Playoffs und so gut es geht ohne coronabedingte Ausfälle", sagte der Olympia-Zweite Patrick Reimer, einer der Initiatoren der Spielergewerkschaft. "Es ist gut, dass man versucht, eine gewisse Normalität aufzubauen".