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Ingolstadts Ville Koistinen auf dem Eis

In der Vorsaison gelang am letzten Spieltag noch der vierte Platz. Klingt gut, war es aber nur im letzten Saisondrittel. Erst der Douglas "Doug" Shedden, der im Dezember zu den Oberbayern kam, brachte die Ingolstädter ab Neujahr auf Linie. Jetzt konnte der Feuerwehrmann die komplette Vorbereitung durchziehen.

Das ist neu

Viele bekannte Gesichter fehlen, und das hat seinen Grund. Torwart Timo Pielmeier weiß genau, woran es letzte Saison hakte: "Wir brauchen Sniper. Das heißt, die dann vorm Tor stehen oder beim Alleingang oder beim Penalty das Ding reinhauen. Da haben wir letztes Jahr Probleme gehabt und man hat es in den Playoffs gesehen: Unterzahl und Überzahl sind enorm wichtig. Das ist auf alle Fälle einer der Hauptdinge, die wir verbessert haben."

Und das hat auch damit zu tun, dass Trainer Doug Shedden Spieler holen durfte, die seinem präferierten wuchtigen Spielstil nach vorne entsprechen. Den NHL-erfahrenen und enorm mitreißenden Jerry d'Amigo zum Beispiel, oder den, von dem alle in Ingolstadt hoffen, dass sein Name zum Programm wird: Patrick Cannone – ein Leader mit Torschussqualitäten.

Der Schlüsselspieler

Ville Koistinen, der 36-jährige Finne mit dem Bubigesicht hat für weitere zwei Jahre unterschrieben – die Panther sind wohl finanziell an die Schmerzgrenze gegangen, um ihn zu halten. Eine kleine Sensation. Harte Schüsse und Koistinens unvergleichliche Art, das Spiel zu lesen, bleiben den Ingolstädtern also erhalten. Das freut auch Pielmeier: "Keine Frage, er ist der beste Verteidiger der Liga. Wenn er das aufs Eis bringt, was er kann, ist er enorm wichtig für unsere Mannschaft, für unser Powerplay. Wir haben gesehen, was er letztes Jahr für uns gemacht hat. Und wir sind sehr froh, dass er bei uns spielt und nicht bei den Anderen."

Die Prognose

Schlagen die Neuzugänge ein, dann ist ein Platz unter den Top sechs definitiv drin, zumal Trainer Doug Shedden Leute geholt hat, die er lange kennt und die sein System spielen. Nach dem Abgang von John Laliberte müssen sich aber neue Leadertypen finden, der Sturm effektiver spielen als zuletzt und auch die komplette Abwehr stehen – hier gibt’s einige Rückkehrer aus langen Verletzungspausen. Wie fit die schon sind, werden die ersten Spiele zeigen.

Der 1. Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga im Überblick

Alle Spiele Freitag, 14. September, 19.30 Uhr

Autoren

Achim Hofbauer
BR Sport

Sendung

B5 Sport vom 12.09.2018 - 11:55 Uhr