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Deutschland-Cup überlebenswichtig fürs Eishockey | BR24

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Absagebedingt schickt Deutschland zwei Teams aufs Eis, dritter Starter ist Lettland. Bundestrainer Toni Söderholm sieht das Turnier überlebenswichtig für das deutsche Eishockey.

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Deutschland-Cup überlebenswichtig fürs Eishockey

Trotz Corona-Pandemie soll der Deutschland-Cup im Eishockey stattfinden. Absagebedingt schickt Deutschland zwei Teams aufs Eis, dritter Starter ist Lettland. Bundestrainer Toni Söderholm sieht das Turnier überlebenswichtig für das deutsche Eishockey.

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Erstmals seit 33 Jahren wird der Eishockey-Deutschland-Cup nur mit drei Mannschaften gespielt. Unter anderem haben Russland, die Slowakei, die Schweiz und Norwegen für das Turnier vom 5. bis 8. November in Krefeld abgesagt.

Neben der deutschen Nationalmannschaft tritt auch das deutsche Olympia-Perspektivteam an. Dritter Teilnehmer ist Lettland.

Trotz des ungewöhnlichen Turniers überwiegt bei den Verantwortlichen des Deutschen EIshockey-Bundes (DEB) die Vorfreude. "Ich bin unwahrscheinlich froh, dass es jetzt wieder los geht", sagt Toni Söderholm. Der Bundestrainer und der DEB wollen nach monatelanger Eishockey-Spielpause in Deutschland allein schon aus öffentlichkeitswirksamen Gründen wieder spielen.

Bundestrainer Söderholm und der "mentale Switch"

"Es ist wichtig, dass wir einen mentalen Switch machen, dass alle im Eishockey jetzt zusammenstehen und dass wir den Ligabetrieb und den Deutschland Cup ermöglichen", sagte Söderholm - es geht um nicht mehr und nicht weniger als die Rettung einer kriselnden Sportart.

Die Deutsche Eishockey-Liga hat ihren Saisonstart schon zwei Mal verschoben. Ob angesichts der konfusen Corona-Situation der aktuell angepeilte Beginn im Dezember gehalten werden kann, ist offen.

Umso willkommener ist der Deutschland Cup bei den Verantwortlichen, um das deutsche Eishockey überhaupt wieder einmal sportlich in den Mittelpunkt zu rücken. "Es ist ein wichtiges Turnier für die Außendarstellung, dass wir Eishockey wieder auf hohem Niveau sehen können", ergänzt Söderholm.

Nur ein NHL-Spieler dabei

Sportlich kann er nicht ganz aus dem Vollen schöpfen. Aus Versicherungsgründen muss er auf die Spieler aus der nordamerikanischen Profiliga NHL verzichten. Nur Korbinian Holzer steht im deutschen A-Kader. Der Vertrag des 32-Jährigen bei den Nashville Predators ist ausgelaufen, er sucht aktuell ein neues Team und hält sich bei Zweitligist Tölzer Löwen fit.

Im Turnier, das erstmals seit der Deutschland-Cup-Premiere 1987 nur mit drei Mannschaften ausgespielt wird, tritt zunächst Jeder gegen Jeden an. Die beiden besten Teams spielen ein Finale.