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Eintracht-Trainer Adi Hütter umarmt Luka Jovic

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    Eintracht im Aufwind: Frankfurts "Kampfansage" an die Bayern

    Eintracht Frankfurts Traum von der Champions League wird immer konkreter. Das Selbstvertrauen wächst und wächst nach zehn Spielen in Folge ohne Niederlage. Nun sollen die großen Bayern dran glauben.

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    • BR24 Sport

    Beste Saison der Vereinsgeschichte, bestes Team des Jahres 2021 - die Rekordjäger von Eintracht Frankfurt haben Lunte gerochen. Nun soll der erste "Titel" her. "Vielleicht sind wir demnächst Weltpokalsiegerbesieger, dann können wir ein paar neue T-Shirts drucken", sagte Sportvorstand Fredi Bobic lachend. Dabei soll Fußball-Zweitligist FC St. Pauli für die Diva vom Main zum Vorbild werden.

    Wie die Kiezkicker im Februar 2002 will die Eintracht nämlich nun den Klub-Weltmeister Bayern München stürzen. "Bayern ist natürlich eine sehr, sehr schwere Aufgabe. Aber wir sind momentan sehr gut drauf und können Bayern schlagen", machte Kapitän Makoto Hasebe nach dem souveränen 2:0-Erfolg gegen den 1. FC Köln bereits eine Kampfansage. Zu einem besseren Zeitpunkt könnte der Branchenprimus tatsächlich kaum kommen.

    39 Punkte nach 21 Spielen ist Vereinsrekord

    Die Hessen schweben dem Topspiel am Samstag (Anstoß: 15.30 Uhr/Liveeinblendungen in "Heute im Stadion" auf Bayerrn 1) auf einer Euphoriewelle entgegen. 39 Punkte nach 21 Spieltagen sind für die Eintracht Vereinsrekord, auch vier Siege in den ersten vier Rückrundenspielen gab es zuvor noch nie. Und im neuen Jahr sind die seit zehn Spielen ungeschlagenen Frankfurter punktemäßig sogar besser als die großen Bayern.

    "Es gibt viele Mannschaften, die Bayern das Leben schwergemacht haben. Warum sollen wir das nicht können?", fragte Torhüter Kevin Trapp, um gleich selbst jeden Zweifel auszuräumen. Mit der Form und dem Selbstvertrauen "wollen wir auch zuhause gegen Bayern punkten. Gar keine Frage!"

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    Frankfurts Toptorjäger Andre Silva

    Viel Qualität um Silva, Kostic & Co.

    Schließlich gelang das auch in der vergangenen Saison (nach dem 5:1 musste der damalige Bayern-Trainer Niko Kovac seine Koffer packen). Und in dieser Spielzeit ist der DFB-Pokalsieger von 2018 auch tabellarisch mit den Topteams längst auf Augenhöhe. Mit Platz drei hat die Eintracht Kurs auf die Champions League genommen, Größen wie Dortmund oder Mönchengladbach liegen schon sechs Punkte zurück.

    Mut macht vor allem die Spielweise und die Konstanz: Andre Silva (18 Saisontreffer) trifft wie er will, Flügel-Wirbelwind Filip Kostic hat zu seiner Bestform zurückgefunden, Standards sind eine Waffe und mit dem Winterneuzugang Luka Jovic hat die SGE nun auch richtig Qualität auf der Bank, um den Druck noch einmal zu erhöhen, falls es doch mal nicht so laufen sollte.

    Hütter: "Nonplusultra" FC Bayern anderes Kaliber als Köln

    Doch Trainer Adi Hütter warnt vor Leichtsinnigkeit. Mit den Bayern komme nun "die beste Mannschaft der Welt", das "Nonplusultra" des Fußballs nach Frankfurt.

    Er habe gegen Köln auch Schwächen gesehen, die man sich gegen die Münchner "auf keinen Fall" erlauben dürfe. Unter anderem offenbarte sein Team im defensiven Umschaltspiel zu viele Räume, auch die Chancenverwertung war ausbaufähig. Doch gegen harmlose Kölner reichte eben dank des 18. Saisontors von Angreifer Andre Silva (57.) und eines Kopfballtreffers von Evan N'Dicka (79.) auch eine Durchschnittsleistung.

    Durch den zehnten Saisonsieg und die Patzer der direkten Konkurrenz sei die Eintracht "in einer Situation, in der die Partie gegen die Bayern eine Art Bonusspiel ist", sagte Bobic. Deshalb könne das Team "frei aufspielen". Und Trapp ist sich ganz sicher, dass die Frankfurter die Qualität haben, um nach dem Spiel tatsächlich den inoffiziellen Titel "Weltpokalsiegerbesieger" zu tragen.