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Ein Jahr vor den Spielen in Tokio: Das große Bangen geht weiter | BR24

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Ein Jahr vor den Spielen in Tokio: Das große Bangen geht weiter

In Tokio war bei den XXII Olympischen Sommerspielen 2020 am Freitag eigentlich die Eröffnungsfeier geplant. Ob sie nach der coronabedingten Verschiebung am 23. Juli 2021 durchgeführt werden kann, bleibt allerdings weiter ungewiss.

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Ausgerechnet 365 Tage vor dem Olympia-Neustart meldet Tokio erstmals 300 Corona-Neuinfektionen. Dieser Rekord trübt die Aussichten. Nur jeder vierte Japaner ist für die Spiele im kommenden Jahr, der Rest will eine weitere Verschiebung oder sogar die Absage.

IOC-Chef Bach träumt von einem "Comeback-Festival des Sports"

Das IOC und die Organisatoren geben hingegen nicht auf. Der Chef des Organisationskomitees Yoshiro Mori gibt zwar zu, dass bei einem Anhalten der aktuellen Lage Spiele nicht möglich wären, betont aber zugleich: "Ich glaube nicht, dass diese Situation noch ein Jahr anhalten wird." Auch der IOC-Chef Thomas Bach bleibt optimistisch. Er hofft auf ein "großes Comeback-Festival des Sports auf der internationalen Bühne".

400 Vorschläge für Corona-Maßnahmen vor einem Testlauf

Japans Verantwortliche nutzen unterdessen einen Teil der 43 Olympia-Wettkampfstätten als eine Art gigantisches Laboratorium: Vor Ort wollen sie testen, welche Maßnahmen zum Schutz von Athleten, Zuschauern und anderen Beteiligten vor dem Coronavirus ergriffen werden könnten. So wurden in der Saitama Super-Arena, wo Basketball gespielt werden soll, die Mixed-Zonen für Interviews der Medien mit Athleten umstrukturiert, berichtete der staatliche japanische Fernsehsender NHK. Dazu gehört die Installation von Trennscheiben aus Akryl zwischen Reportern und Athleten.

Zu den rund 400 Vorschlägen für mögliche Corona-Maßnahmen gehören auch bargeldloses Bezahlen an Verkaufsständen in der Arena, die Pflicht zum Tragen von Masken sowie eine Reihe von Verboten: Kein lautes Anfeuern der Mannschaften, keine lauten Durchhalteparolen, Gesänge sowie Umarmungen unter den Athleten selbst sowie Trink- und Essensverbote in den Umkleidekabinen. Es könnten also auch Olympische Spiele unter ganz anderen Vorzeichen als bisher werden. Und damit genau solche, die der IOC-Chef eigentlich keinesfalls will.

Werbebotschaft mit salbungsvollen Worten

Ganz unverdrossen vertröstet unterdessen die leukämiekranke japanische Schwimmerin Rikako Ikee in einem Werbevideo die Athleten und Zuschauer auf Tokio "2020+1" und verspricht mit salbungsvollen Worten: "Stellt euch die Welt vor in einem Jahr, wie wundervoll es sein wird, wenn der Vorhang aufgeht für die Olympischen und Paralympischen Spiele. Wir leben in einer Zeit mit Höhen und Tiefen. Ich wünsche mir, dass schnell wieder Ruhe einkehrt". Das klingt allerdings nicht mehr als ein frommer Wunsch.

Rio 2016: Athleten, Emotionen, großer Sport

Heute wäre in Tokio das olympische Feuer entfacht worden. Durch die Corona-Pandemie mussten die Spiele auf 2021 verlegt werden. Ein Blick zurück auf Rio 2016 zeigt, worauf sich die Sportwelt und die Fans in einem Jahr freuen können.

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