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Bildrechte: picture alliance / Eibner-Pressefoto/Heike Feiner

Der EHC Red Bull München geht mit breiter Brust in das Auftaktspiel der Eishockey-Saison gegen Titelverteidiger Eisbären Berlin. Auch der ERC Ingolstadt steht in den Startlöchern, doch Coach Doug Shedden wittert "Wettbewerbsverzerrung".

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EHC München: Titelaspirant geht selbstbewusst in die Saison

Die Deutsche Eishockey Liga startet wieder in eine neue Saison. Der EHC München will dieses Mal um den Meistertitel mitspielen. In der vergangenen Saison waren die Oberbayern als Mitfavorit bereits im Viertelfinale sang und klanglos ausgeschieden.

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Von
  • Achim Hofbauer

"Es kribbelt immer vor dem ersten Spiel", sagte Christian Winkler vor dem Saisonauftakt bei den Meister Eisbären Berlin. "Wir sind hochmotiviert." Der großen Strippenzieher bei den Münchnern gibt allerdings offen zu: Die letzte Saison "hat sicher nicht so geendet, wie wir uns das vorgestellt hatten. Dadurch haben wir an der einen oder anderen Schraube mehr gedreht."

Sturm-Mega-Dreierpack verpflichtet

Viele Leistungsträger mussten gehen. Weil der Klub aber einer der reichsten und ambitioniertesten der Liga ist, wurde bei den Neuzugängen nicht gekleckert, sondern richtig geklotzt. Der Toptransfer ist ein Sturm-Mega-Dreierpack.

Aus Mannheim kam Führungsspieler Ben Smith, aus den USA Tormaschine Ben Street und neu dabei ist auch Freddie Tiffels, einer von Deutschlands talentiertesten Stürmern. Was er und Street so draufhaben, das hat man in der Champions Hockey League (CHL) schon sehen können. Ihrer Sturmreihe gelangen in vier Spielen 20 Punkte. Ben Street "hat auch in der Vergangenheit bewiesen, dass er ein absolut guter Spieler ist", sagt Tiffels. Er hat "NHL-Erfahrung, dass macht man auch nicht einfach so." Aber, "wir haben natürlich auch noch einige Sachen, wo wir besser werden können, speziell defensiv."

Defensive verträgt noch neue Kräfte

Neben den guten Sturmreihen, die die Gegner förmlich überrollen, würden der Defensivabteilung noch ein oder zwei gestandene Spieler guttun. Und eine Topkraft wäre auch fürs Tor noch schick.

Goalie Danny aus den Birken war zuletzt oft verletzt, sein Back-up Daniel Fießinger hat zwar Talent, hatte in der letzten Saison allerdings gerade mal vier Ligaspiele bestritten. Noch können die Münchner nachlegen, da man ein paar offene Ausländerlizenzen in der Hinterhand hat.

Gute Prognose trotz kleiner Baustellen

Obwohl noch nicht alles perfekt ist, komme das mit der Bezeichnung Titelaspirant schon hin, meint Kapitän Patrick Hager. Denn: "Es ist selten eine Meistermannschaft im August entstanden. Das ist ein Prozess, den die Mannschaft durchlaufen muss, wo viele Zahnräder ineinander laufen. Wir sind selbstbewusst und denken, wir haben die richtigen Schrauben gedreht." Das Ziel ist ganz klar der Titel, wenn also noch jemand verpflichtet wird, dann wird es ein Kracher.

Die Zuschauer sind wieder da

Die Rückkehr der Zuschauer wird nicht nur der Vereinskasse guttun. Bis zu 70 Prozent der Einnahmen kommen im Eishockey von den Rängen. Auch der Kapitän freut sich auf die Fans: "Es macht Spaß Tore zu schießen und zu hören wie die Bank aufspringt, jubelt, und mit den Schlägern gegen die Bande klopft. Aber es macht noch viel mehr Spaß zu hören wie die Fans ausflippen."

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Die Deutsche Eishockey Liga startet wieder in eine neue Saison. Der EHC München will dieses Mal um den Meistertitel mitspielen. In der vergangenen Saison waren die Oberbayern als Titelmitfavorit im Viertelfinale sang und klanglos ausgeschieden.