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E-Mountainbiken: Lösungen für ein gutes Miteinander am Berg | BR24

© BR/Bergauf-Bergab

Mit Elektromotor durch die Berge radeln? Anhänger und Gegner führen erbitterte Diskussionen, Politiker und DAV ringen um eine Haltung für MTBs (mit und ohne Motor). In der Schweiz gibt es schon Beispiele für ein gutes Miteinander.

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E-Mountainbiken: Lösungen für ein gutes Miteinander am Berg

Mit dem E-Bike in die Berge: Für viele traditionellen Bergsportler ein Tabubruch, bei Radlern wird es dagegen immer beliebter. Um Konflikte zu vermeiden, erarbeitet der DAV derzeit ein Konzept für eine sozial- und naturverträgliche Lösung.

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Auf deutschen Straßen sind Sie längst allgegenwärtig: Fahrräder mit Elektromotoren, sogenannte E-Bikes (genauer: Pedelecs). Die motorunterstützten Zweiräder sind zum Verkaufsschlager der deutschen Fahrradindustrie geworden: 2018 wurden in Deutschland 980.000 E-Bikes verkauft; ein Plus von 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch nicht nur auf den Straßen sind die tretunterstützten Fahrräder unterwegs: Gut ein Viertel der verkauften E-Bikes sind fürs Gelände gebaut. Die E-MTBs erleichtern Ausflüge ins unwegsame Terrain – und in die Berge.

DAV lehnt pauschale Sperrungen ab

Das möchte die Politik ändern – mit Verboten. So fordert etwa die CSU Oberbayern die "Einrichtung von Sperrzonen und Ausweisung geeigneter Routen für Mountainbiker und E-Biker“ in den bayerischen Alpen. Beim Deutschen Alpenverein (DAV) lehnt man pauschale Sperrungen ab, hier setzt man auf Kommunikation – und klare Leitlinien. Der DAV arbeitet derzeit an dem Konzept "Bergsport MTB – nachhaltig in die Zukunft“. Das mit 250.000 Euro vom Umweltministerium geförderte Projekt soll die Probleme des Mountainbikens in der Natur lösen.

Flims/Laax setzt auf Angebote statt Verbote

In anderen Regionen Europas ist man weiter, beispielsweise im schweizerischen Flims/Laax in Graubünden. Die Region ist ein beliebtes Ziel für Mountainbiker – mit und ohne Motor. Der Grund: Hier wird stark auf die "Koexistenz“ zwischen Radfahrern und Wanderern gesetzt. Um die Besucherströme zu lenken macht die Region Angebote statt Verbote: So werden beispielsweise E-Biker über Ladestationen in für sie geeignete Bereiche geführt. Die kostenlosen Stationen stehen an Gaststätten, die E-Biker dann gezielt anfahren.