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DSV-Team: Feinschliff für die Biathlon-WM in Pokljuka | BR24

© BR/Christoph Nahr
Bildrechte: picture-alliance/dpa

Die deutschen Biathleten reisen mit nur zehn statt der möglichen maximal zwölf Starterinnen und Starter zur WM (10. bis 21. Februar) ins slowenische Pokljuka. Angeführt wird das DSV-Aufgebot von Olympiasieger Arnd Peiffer.

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DSV-Team: Feinschliff für die Biathlon-WM in Pokljuka

Die deutschen Biathletinnen und Biathleten bereiten sich im österreichischen Obertilliach auf die bevorstehende WM in Pokljuka vor. Vom Trainingslager aus geht es am Sonntag nach Slowenien, wo am 10. Februar die Medaillenjagd beginnt.

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Von
  • Sonja Weinfurtner
  • Christoph Nahr

Denise Herrmann weiß, wie sich der Gewinn einer WM-Medaille anfühlt. Die 32-Jährige holte bei der Weltmeisterschaft 2019 im schwedischen Östersund Gold in der Verfolgung. Die gebürtige Sächsin peilt nun auch bei der bevorstehenden WM im slowenischen Pokljuka (10. bis 21. Februar) eine Medaille an. Sie sagt zwar, dass es "in diesem Jahr noch nicht so hundertprozentig leicht von der Hand lief", aber letztlich lag es in den letzten Rennen nur am Schießen. In der Loipe gehörte die ehemalige Langläuferin zu den Besten im Feld. An ihrem Anschlag feilt Herrmann im Trainingslager mit Hochdruck: "Ich versuch, mit gutem Besteck dort am Start zu stehen, dass ich es laufen lassen kann."

Hervorragende Vorzeichen bei den DSV-Frauen

Die Vorfreude auf die anspruchsvolle Strecke ist groß. Immerhin hat Herrmann sie beim Weltcup im letzten Jahr schon ins Herz geschlossen, als sie im Einzel gewann: "Die Strecken liegen mir, der Schießstand ist auch nicht verkehrt!" Franziska Preuß vom SC Haag gilt nach zuletzt starken Leistungen als eine der Mitfavoritinnen in den Einzelrennen. Auch in der Staffel zeigten die deutschen Frauen in den letzten Wettkämpfen, dass mit ihnen zu rechnen ist.

WM findet ohne Publikum statt

Die Wettkämpfe in Pokljuka finden ohne Zuschauer statt. Die Fans werden den Biathletinnen und Biathleten zwar fehlen, aber Franziska Preuß beteuert, dass die Mentalität dennoch hervorragend ist: "Wir sind froh, dass wir überhaupt eine WM haben. Da geht man von der Einstellung her nicht anders hin, als die Jahre zuvor. Es ist trotzdem etwas Besonderes!"

Zehn Frauen und Männer im DSV-Team

Das DSV-Team reist mit nur zehn statt der möglichen maximal zwölf Starterinnen und Starter zur WM. Angeführt wird das Aufgebot von Olympiasieger Arnd Peiffer. Außerdem gehören Ex-Weltmeister Erik Lesser und Benedikt Doll zum fünfköpfigen Männerteam, das vom gebürtigen Passauer Johannes Kühn und Roman Rees - trotz der nicht erfüllten internen Norm - vervollständigt wird. Nicht berücksichtigt wurde Philipp Horn, der im Vorjahr bei der Weltmeisterschaft in Antholz mit der Herren-Staffel noch die Bronzemedaille gewonnen hatte. Auch der 26-Jährige hatte die Qualifikationsnorm verpasst.

Bei den Frauen sind neben Herrmann und Preuß auch Vanessa Hinz (SC Schliersee), Maren Hammerschmidt und Janina Hettich mit dabei.

Zwölf Medaillen zu vergeben

Insgesamt stehen in Slowenien zwölf Medaillen-Entscheidungen an. Der DSV hofft nach Aussage von Biathlon-Sportdirektor Bernd Eisenbichler auf vier bis fünf Medaillen. 2020 in Antholz hatte es fünf Mal für das Podest gereicht, einen deutschen WM-Titel gab es jedoch nicht.