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DOSB-Präsident Alfons Hörmann

Per Mail sharen

    DOSB verteidigt Präsident Hörmann nach anonymer Kritik

    Der Deutsche Olympische Sportbund (DSOB) gerät durch eine anonyme E-Mail mit Kritik an Präsident Alfons Hörmann unfreiwillig in den Blickpunkt. Vorstand und Präsidium stellen sich demonstrativ hinter Hörmann, wollen den Vorwürfen aber nachgehen.

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    Von
    • Bernd R. Eberwein

    Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und sein bayerischer Präsident Alfons Hörmann stehen im Mittelpunkt einer E-Mail-Affäre. Per elektronischer Post haben einige Vorstands- und Präsidumsmitglieder von Deutschlands größtem Sportverdachverband brisante elektronische Post erhalten.

    In dem von einem unbekannten Mailaccount verschickten Schreiben üben die Unterzeichner in der Mail "DOSB-Mitarbeiterschaft" genannt, heftige Kritik an Hörmann und der DOSB-Führung. Unter anderem wird Hörmann vorgeworfen, dass er "jegliche Form des Respekts und Anstands vermissen" lasse im Umgang mit Mitarbeitern. Die Forderung: der DOSB benötige eine neue Präsidentin oder einen neuen Präsidenten.

    DOSB-Vorstand: "Vertrauensvoller Umgang" mit Hörmann

    Vorstand und Präsidium des DOSB haben einen Tag nach Erhalt der Mail den Inhalt scharf verurteilt. "Mit großem Erstaunen haben wir die dort geäußerten Vorwürfe gegen die Führungsgremien des DOSB wahrgenommen", teilte der Vorstand mit.

    "Der Vorstand schätzt den engen und offenen Austausch mit dem Präsidenten und dem Präsidium und stellt klar, dass in der Zusammenarbeit des Präsidenten mit dem Vorstand jederzeit ein vertrauensvoller und gegenseitig wertschätzender Umgang gelebt wird", so die Stellungnahme.

    Vorstand sucht den Dialog mit den Mailverfassern

    Allerdings: Der Vorstand nimmt die vermeintliche Mailkritik durchaus ernst, auch wenn der Weg über die Öffentlichkeit bedauert wird. Sollten die Vorwürfe tatsächlich von DOSB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stammen, werde man sich intensiv "zu einem gemeinsamen Verständnis von einem werteorientierten, von Respekt und Fairplay geprägten Handeln austauschen."

    Unterzeichnet ist die Stellungnahme von den DOSB-Vorständen Veronika Rücker, Christina Gassner, Thomas Arnold und Dirk Schimmelpfennig.

    Präsidium spricht Hörmann das Vertrauen aus

    Auch das DOSB-Präsidium zeigte sich in einer Stellungnahme "verwundert" über die gegen Hörmann erhobenen Vorwürfe und lehnt "diesen Stil der Kommunikation und den eingeschlagenen Weg über die Medien ab." Doch ähnlich wie der Vorstand will das Präsidium die vorgebrachten Vorwürfe "umfassend prüfen".

    Gleichzeitig wird Hörmann der Rücken gestärkt: "Unserem Präsidenten Alfons Hörmann sprechen wir das uneingeschränkte Vetrauen und unsere vollumfängliche Unterstützung aus", so der Text der Präsidiums-Stellungnahme.

    Unterzeichner sind Uschi Schmitz, Gudrun Doll-Tepper, Petra Tzschoppe, Britta Heidemann, Kaweh Niroomand, Andreas Silbersack und Jonathan Koch aus dem DOSB-Präsidium.