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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Frank Rumpenhorst

DOSB-Präsident Alfons Hörmann zieht die Konsequenzen aus der schweren Führungskrise und wird bei den Neuwahlen auf der Mitgliederversammlung im Dezember nicht mehr antreten. Damit endet die Amtszeit des Allgäuers nach acht Jahren.

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DOSB-Präsident Hörmann macht den Weg frei: Neuwahlen im Dezember

DOSB-Präsident Alfons Hörmann zieht die Konsequenzen aus der schweren Führungskrise und wird bei den Neuwahlen auf der Mitgliederversammlung im Dezember nicht mehr antreten. Damit endet die Amtszeit des Allgäuers nach acht Jahren.

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Neben dem Präsidenten Alfons Hörmann wird sich auch der Vizepräsident für Wirtschaft und Finanzen, Kaweh Niroomand, nicht erneut zur Wahl stellen, teilte der Deutsche Olympische Sportbund am Mittwoch mit. Das DOSB-Präsidium habe einstimmig entschieden, auf die angekündigte Vertrauensabstimmung zu verzichten und im Dezember vorgezogene Neuwahlen durchzuführen. Somit endet die Amtszeit des gebürtigen Allgäuers nach acht Jahren. Bis dahin will er für einen geordneten Übergang und einen Neuanfang sorgen.

"In den vergangenen siebeneinhalb Jahren haben wir als Team alles dafür gegeben, den DOSB und den nationalen Sport zu professionalisieren und ihm eine starke Stimme zu geben. Wir haben gemeinsam viel erreicht", erklärte Hörmann in der DOSB-Mitteilung. "Dennoch möchte ich im Dezember den Weg frei machen für einen Neuanfang an der Spitze. Der DOSB und der gesamte Sport brauchen Stärke und Geschlossenheit, um weiterhin erfolgreich agieren und die Interessen der Mitgliedsorganisationen vertreten zu können", so Hörmann.

Empfehlung der Ethikkommission

Mit der Ankündigung von Neuwahlen hält sich der Dachverband des deutschen Sports nun doch an die Empfehlungen der Ethikkommission, die in der Briefaffäre um Hörmann dazu geraten hatte. Zunächst hatte der DOSB eine Vertrauensabstimmung über die Präsidiumsmitglieder im September ins Auge gefasst und war dafür von Athleten, aus der Politik und von den Landessportbünden kritisiert worden.

Nun kam es zur Wende. Zuletzt hatte sich schon angedeutet, dass der DOSB zum Einlenken bereit ist und erneut über die Empfehlungen der Ethikkommission beraten wollte. Die Führungskrise war durch einen anonymen Brief, der vermutlich aus der Belegschaft des Verbandes stammt, an die Öffentlichkeit gelangt. Der oder die Autoren erhoben in dem Schreiben explizite Vorwürfe gegen Hörmann wegen mangelnder Führungsqualitäten ("Kultur der Angst"). In dem Brief ist von fehlendem Respekt und Fairplay gegenüber Verbandsangestellten die Rede.

Bayerischer LSV-Chef: Rückzug ein starkes Signal

Für den Präsidenten des Bayerischen Landes-Sportverbandes ist es "der einzig konsequente" Schritt. "Das ist ein starkes Signal. Durch diese Entscheidung kann der Weg für notwendige Veränderungen freigemacht werden", vermeldete Jörg Ammon. Die Kritik sei "nicht spurlos" an Hörmann vorbei gegangen, außerdem habe sich "ein systemisches Problem aufgetan". Ammon weiß um die Notwendigkeit von Veränderungen und möchte nun "ein Anforderungsprofil für geeignete Kandidaten" gestalten.