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DOSB-Präsident Thomas Weikert in Peking.

DOSB-Präsident Thomas Weikert in Peking.

Bildrechte: picture alliance/dpa/Michael Kappeler
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    DOSB plant neue Olympia-Bewerbung - trotz Zweifel

    Doch noch Olympische Spiele in Bayern? Der DOSB zieht ein sportlich positives Olympia-Fazit in Peking und plant eine deutsche Bewerbung. Doch die Zweifel sind groß nach den vielen Rückschlägen der vergangenen Jahrzehnte.

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    Nach dem sportlich "guten Ergebnis" bei den "funktionalen Spielen" in China soll Olympia wieder nach Deutschland kommen. Die Zweifel an einer neuen Bewerbung sind nach den vielen Rückschlägen der vergangenen Jahrzehnte zwar groß, aber DOSB-Präsident Thomas Weikert stellte einen neuen Anlauf in Aussicht: "Es ist an der Zeit, vernünftig, langsam und sorgfältig heranzugehen, wie wir eine Bewerbung wieder auf den Weg bringen", sagte er in der Bilanz-PK des Deutschen Olympischen Sportbundes: "Vielleicht ist 2030 zu früh, aber danach steht alles offen."

    Das Ziel: Nachhaltige Spiele

    Viele Gespräche in China bestätigten ihn, dass einer deutschen Kandidatur Sympathie entgegengebracht würde, man wolle "Deutschland als wichtiges Land für den Sport". Eine Bewerbung sei "realistisch", aber: "Wir müssen natürlich unsere Hausaufgaben erledigen. Dazu gehört, dass wir nachhaltige Spiele anbieten. Dazu gehört aber auch, dass alle an einem Strang ziehen."

    Bevölkerung mit ins Boot nehmen

    Gerade die Bevölkerung gilt es zu überzeugen. Nachdem München bei der Wahl für die Olympischen Winterspiele 2018 unterlegen war, scheiterte nämlich eine Bewerbung für 2022, als bei allen vier durchgeführten Bürgerentscheiden die nötige Mehrheit nicht erreicht wurde. Negative Schlagzeilen und Skepsis führten zur Ablehnung.

    Kooperation mit Österreich denkbar

    Franz Steinle, Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), sieht Deutschland "prädestiniert für Winter-Olympia" und betonte: "Wir könnten nachhaltige Sportstätten anbieten, alles ist vorhanden. Möglichst bald Winterspiele wäre schon wünschenswert." Aber auch er sorgt sich um den "notwendigen Rückhalt in der Bevölkerung". Man müsse eine Bewerbung "akribisch vorbereiten". Eine Möglichkeit für den Winter wäre eine Kooperation mit Österreich. "Die Sportstätten liegen ja nicht so weit auseinander", äußerte Steinle und nannte Seefeld und Garmisch-Partenkirchen als Beispiele.

    Weikert setzt auf geänderte Bewerbungskriterien gemäß der Agenda 2020 des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Weil "Menschenrechte und Nachhaltigkeit eine größere Rolle" spielten, könnte sich die Haltung der Bevölkerung hinsichtlich der Ausrichtung im eigenen Land ändern.

    Rückkehr der Spiele nach Europa

    Die Rückkehr nach Europa im Sommer 2024 in Paris und 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo könnte ein Signal sein.

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