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DOSB-Chef: Sportler hätten kein Verständnis für Peking-Boykott | BR24

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Alfons Hörmann

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DOSB-Chef: Sportler hätten kein Verständnis für Peking-Boykott

In der Debatte um die Winterspiele in Peking hat Alfons Hörmann einen Olympia-Boykott erneut kategorisch ausgeschlossen. Die Sportler hätten für diesen Schritt wohl "kein Verständnis", sagte der DOSB-Präsident im Sportschau-Olympia-Podcast.

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"Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass unsere Mannschaft, die Teammitglieder in irgendeiner Form Verständnis dafür hätten, wenn wir den Weg gehen", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes in einem "Sportschau"-Podcast. Das Beispiel der Spiele 1980 in Moskau habe gezeigt, "dass da, wo Boykotte umgesetzt wurden, nichts erreicht wurde".

Boykottaufrufe von Menschenrechtsgruppen

Zuletzt hatte ein Bündnis von 180 internationalen Menschenrechtsgruppen und Vertretern von Minderheiten in China die Staatengemeinschaft aufgefordert, nicht an den Spielen in Peking teilzunehmen. Einige US-Senatoren riefen mit Verweis auf die Verfolgung von Uiguren und Tibetern sowie Chinas Drohungen gegenüber Taiwan dazu auf, dem Land die Winterspiele zu entziehen.

Hörmann sagte, dass sich seit den Sommerspielen 2008 in Peking an der Menschenrechtslage in China "nichts verbessert hat, in Teilbereichen offensichtlich sogar verschlechtert, kann niemanden zufriedenstellen". Der DOSB sei mit Menschenrechtsgruppen im Gespräch, um sich ein eigenes Bild zu verschaffen und auch die Athletinnen und Athleten zu informieren.

Zuallererst sei das Internationale Olympische Komitee in der Verantwortung. Bei der Vergabe sportlicher Großereignisse sollten "ethische und moralische Maßstäbe" immer wieder thematisiert werden.

"Der Sport kann nicht die Dinge lösen, die die Politik weltweit nicht geregelt bekommt." Alfons Hörmann

Tokio 2021: Olympia-Entscheidung "allerspätestens im April"

Was die die Austragung der Sommerspiele in Tokio betrifft, erwartet Hörmann "noch im März oder allerspätestens im Lauf des April" eine Entscheidung. Es dürfe die Spiele aber nicht um jeden Preis geben. "Das kann man nur mit Nein beantworten, weil das auch beinhalten würde, dass man auch die gesundheitlichen Folgen negiert. Das kann man nicht guten Gewissens tu"», sagte Hörmann.

Wegen der Corona-Pandemie waren die für 2020 geplanten Tokio-Spiele auf diesen Sommer verschoben worden. Die japanischen Gastgeber und das Internationale Olympische Komitee hatten zuletzt mehrfach betont, das Großereignis auch unter Corona-Bedingungen sicher veranstalten zu wollen. Hörmann zufolge werde der DOSB auf die Entsendung eines Teams verzichten, "wenn man nicht aus guter und innerer Überzeugung eine Mannschaft guten Gewissens nach Japan schicken kann, in der Erwartung, dass die Mannschaft auch gesund wieder heimkommt."

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Sportpolitikerin Dagmar Freitag glaubt nicht an eine Austragung der Olympischen Spiele im Jahr 2021

Freitag: Große Zweifel Olympia

Sportpolitikerin Dagmar Freitag hat angesichts der aktuellen Pandemie-Situation große Zweifel daran, dass die Olympischen Spiele und Paralympics im Sommer wie geplant stattfinden können. Das größte Problem ist für die Politikerin die derzeit noch unklare Lage in Bezug auf die Mutationen des Corona-Virus. «"ch kann es mir zum jetzigen Zeitpunkt ehrlich gesagt kaum vorstellen", sagte die Sportausschussvorsitzende des Deutschen Bundestags der ARD: "Wir sprechen bei Olympischen Spielen über ein Sportereignis, bei dem Athletinnen und Athleten, Funktionäre und Betreuer aus allen Kontinenten zusammenkommen. Und wir wissen, dass manche Kontinente fast noch gar nicht angefangen haben zu impfen."

Alleine mit Blick auf den afrikanischen Kontinent mache sie sich "ganz große Sorgen", sagte Freitag. Sie bezweifle, "dass man Menschen aus fünf Kontinenten selbst mit einem Hygienekonzept verantwortungsvoll für drei Wochen zusammenbringen kann". Olympia ist für die Zeit vom 23. Juli bis 8. August 2021 geplant, die Paralympics sollen vom 24. August bis 5. September über die Bühne gehen.