BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR24 Sport
Bildrechte: BR24 Sport

Im Rahmen der sogenannten Operation Aderlass ist der nächste deutsche Radfahrer ins Visier der Doping-Fahnder gerückt. Wie die deutsche Anti-Doping-Agentur NADA mitteilt, hat sie ein Verfahren gegen den ehemaligen Profi Björn Thurau eingeleitet.

2
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Dopingverdacht: NADA leitet Verfahren gegen Björn Thurau ein

Im Rahmen der sogenannten Operation Aderlass ist der nächste deutsche Radfahrer ins Visier der Doping-Fahnder gerückt. Wie die deutsche Anti-Doping-Agentur NADA mitteilt, hat sie ein Verfahren gegen den ehemaligen Profi Björn Thurau eingeleitet.

2
Per Mail sharen
Von
  • Sebastian Krause

Björn Thurau, der Sohn des einstigen blonden Engels Didi Thurau, galt vor ein paar Jahren als neue deutsche Radsport-Hoffnung. Nachdem schon der Vater - in den 70er Jahren bei der Tour de France der deutsche Held - im Nachhinein ein Doping-Geständnis abgelegt hatte, sieht sich jetzt auch sein Sohn, der ohne große Erfolge seine Karriere beendet hat, mit Doping-Vorwürfen konfrontiert.

NADA hat Hinweise

Die deutsche Anti-Doping-Agentur (NADA) hat ein Verfahren gegen den 32-Jähren eingeleitet. Die NADA schreibt, sie habe im Zuge der Ermittlungen in der "Operation Aderlass" Erkenntnisse erhalten, dass Björn Thurau im Zeitraum von 2011 bis 2014 gegen die Anti-Doping-Regeln verstoßen haben könnte.

Doping auch in Verkehr gebracht?

Es handele sich um konkrete Anhaltspunkte. Und es sei nicht ausgeschlossen, dass der ehemalige Radprofi nicht nur Dopingmittel besessen und verwendet hat, sondern sogar in Verkehr gebracht und an Dritte verabreicht hat, so die NADA. Zuvor hatte die ARD-Dopingredaktion schon über einen möglichen Doping-Verdacht gegen Thurau berichtet, nachdem im Münchner Doping-Prozess gegen den Erfurter Arzt Mark Schmidt und dessen Komplizen Thuraus Name gefallen war.

Thurau äußert sich nicht

Björn Thurau, der inzwischen als Moderator für ein Radsport-Magazin arbeitet, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Ihm drohen im Falle einer Anklage Sanktionen und die Einleitung eines Disziplinarverfahrens.