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Dopingprozess: Hauptangeklagter Mark Schmidt legt Geständnis ab | BR24

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Der Mediziner Mark Schmidt hat als Hauptangeklagter im Blutdoping-Prozess in München ein umfassendes Geständnis abgelegt. Er stritt allerdings ab, dass es ihm um Geld ging. Auch die Gesundheit der Athleten habe er nicht riskiert.

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Dopingprozess: Hauptangeklagter Mark Schmidt legt Geständnis ab

Der Mediziner Mark Schmidt hat als Hauptangeklagter im Blutdoping-Prozess in München ein umfassendes Geständnis abgelegt. Er stritt allerdings ab, dass es ihm um Geld ging. Auch die Gesundheit der Athleten habe er nicht riskiert.

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Die Staatsanwaltschaft München wirft dem 42-jährigen Mark Schmidt in über 100 Fällen Dopingvergehen vor. Am fünften Prozesstag räumte der Mediziner die meisten Taten ein, widersprach aber auch in gut einem Dutzend der aufgelisteten Fälle.

"Warum ich mich entschlossen habe, Eigenblutdoping zu betreiben, kann ich nicht mehr sagen", ließ Schmidt vor dem Landgericht München II über seine Anwälte erläutern: "Doping ist an der Tagesordnung, wenn man erfolgreich sein will." Er habe aus den Augen verloren, dass er damit dem Sport schaden könne.

"Ich habe mit Doping keinen Gewinn erzielt"

In einer von seinen Anwälten verlesenen Erklärung räumte der Erfurter am Dienstag ein, seit 2012 vor allem Winter- und Radsportler betreut zu haben. Dabei unterstrich der Mediziner, dass es ihm dabei nicht um Geld gegangen sei, sondern dass er nur kostendeckend gearbeitet habe.

"Ich habe mit Doping keinen Gewinn erzielt", hieß es in der Erklärung. Darüber hinaus widersprach Mark Schmidt dem Vorwurf, die Athleten durch die Behandlungen in Gefahr gebracht zu haben: "Mir war immer wichtig, dass den Sportlern kein gesundheitlicher Schaden zugefügt wird."

In den ersten beiden Prozesswochen hatten bereits zwei Helfer von Schmidt - die Krankenschwester Diana S. und der Rettungssanitäter Sven M. - ausgesagt und die Ergebnisse der Ermittlungen in der sogenannten "Operation Aderlass" bestätigt.

Der Erfurter Arzt habe sie demnach damit beauftragt, Sportlern an diversen Orten Blut abzunehmen und zuzuführen. Das bestätigte nun auch der Mediziner selbst. Der Vater von Schmidt als weiterer Angeklagter hatte ausrichten lassen, von den Machenschaften seines Sohnes gewusst zu haben.

Nur fünfter Angeklagter äußert sich bislang nicht

Einzig der fünfte Angeklagte in dem Verfahren, der Bauunternehmer Dirk Q., äußerte sich bislang nicht. Er sitzt neben Schmidt seit Anfang 2019 in Untersuchungshaft, weil er laut Staatsanwaltschaft ebenfalls Athleten Blut entnommen und wieder injiziert hat, unter anderem während der Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang. Sein Anwalt hatte zu Beginn des Prozesses gefordert, das Verfahren wegen angeblich mehrerer Unrechtmäßigkeiten einzustellen.

In größten deutschen Doping-Prozess seit Jahren sind insgesamt 26 Verhandlungstage anberaumt, ein Urteil wird kurz vor Weihnachten erwartet.

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Im Dopingprozess gegen Mark S. hat der Hauptangeklagte ein Geständnis abgelegt. Allerdings habe er weder Geld verdienen noch die Gesundheit der Sportler gefährden wollen.

Der Dopingprozess - die Vorgeschichte

Die Ermittlungen der "Operation Aderlass" waren die Grundlage für den bisher größten Dopingprozess in der Geschichte Deutschlands. Am 27. Februar 2019 kam es während der Nordischen Ski-WM zu Razzien in Österreich und Deutschland

Der Erfurter Mediziner Mark Schmidt soll Spitzensportlern über Jahre hinweg beim Blutdoping geholfen haben. Er ist wegen Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz und das Antidopinggesetz angeklagt.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Arzt seit Ende 2011 regelmäßig weltweit Blutdoping betrieben hat. Mindestens 23 Athletinnen und Athleten in den Sportarten Langlauf, Biathlon, Eisschnelllauf, Leichtathletik und Radsport aus acht Nationen sollen in den Fall verwickelt sein.