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Doping-Entlastung für Ex-Biathletin Sachenbacher-Stehle | BR24

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Dass ihr Name im Zusammenhang mit Doping fällt, daran hat sich Ex-Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle gewöhnt. Neue entlastende Aussagen eines russischen Whistleblowers sorgen aber für ein bisschen Erleichterung bei der Sportlerin.

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Doping-Entlastung für Ex-Biathletin Sachenbacher-Stehle

Ihr Dopingfall löste 2014 in Sotschi eine Schockwelle aus. Und es war das Karriereende von der für den WSV Reit im Winkl startenden Evi Sachenbacher-Stehle. Jetzt kommen Details ans Licht, die die Athletin als entlastend einstuft.

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Laut Auszügen aus dem Buch des des russischen Whistleblowers Grigori Rodschenkow ("The Rodschenko Affairs"), das an diesem Donnerstag erscheint, seien russischen Betrügereien Sachenbacher-Stehle zum Verhängnis geworden. "Erstes Opfer war die deutsche Athletin Evi Sachenbacher-Stehle, die nach einem Rennen eine geringe Menge Methylhexanamin im Urin hatte", schreibt Rodschenkow. "Ihr Fall war ein Grenzfall. Dieses Stimulanzmittel taucht normalerweise in hohen Konzentrationen auf."

"Bestrafung passte nicht wirklich zu ihrem Verbrechen"

Nur um die Funktionsfähigkeit seines unter Manilpulationsvorwürfen stehenden russischen Labors zu beweisen, habe der damalige Leiter des Labors Rodschenkow die Probe von Sachenbacher-Stehle gemeldet. "Wenn ich bereits fünf echte Verstöße angemeldet hätte, hätte ich sie möglicherweise nicht abgegeben", schreibt Rodschenkow weiter. "Sie wurde gesperrt, und die Bestrafung passte nicht wirklich zu ihrem Verbrechen."

Erleichterung: "In ein richtiges Licht gerückt "

Sachenbacher-Stehle reagierte mit Fassungslosigkeit auf die möglicherweise entlastende Aussagen. "Ich weiß nicht, ob ich mich freuen oder traurig sein soll. Aber die Erleichterung überwiegt dann doch, dass ich auch von dieser Seite in ein richtiges Licht gerückt werde", sagt Sachenbacher-Stehle der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstagausgabe). Sie hatte hatte das Doping stets bestritten und die Werte mit der Einnahme eines verunreinigten Teepulvers erklärt, das ihr von ihrem Privatcoach empfohlen wurde.

Noch kein Umdenken beim Biathlon-Weltverband IBU

Der Biathlon-Weltverband IBU bestätigte auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur, von dem Fall aus den Medien Kenntnis genommen zu haben. Ein Grund zum Handeln sei nach derzeitigem Stand noch nicht gegeben. Das könne sich aber noch ändern.

Vom Olympia-Team ausgeschlossen und Platzierungen aberkannt

Der Deutsche Olympische Sportbund hatte Sachenbacher-Stehle aufgrund der positiven Dopingprobe am 21. Februar 2014 aus dem Olympia-Team ausgeschlossen. Das Internationale Olympische Komitee erkannte ihr die vierten Plätze im Massenstart und mit der deutschen Mixed-Staffel ab. Gegen die zweijährige Dopingsperre durch den Weltverband IBU war Sachenbacher-Stehle vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas gezogen, der die Strafe auf sechs Monate reduzierte.