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Die Würzburger Kickers und der große Umbruch | BR24

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Die Würzburger Kickers starten mit vielen Fragezeichen und ohne konkretes Saisonziel ins neue Drittligajahr. Die Mannschaft wurde komplett umgekrempelt, in der Vorbereitung präsentierte sich das Team mit Licht und Schatten.

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Die Würzburger Kickers und der große Umbruch

Die Würzburger Kickers starten mit vielen Fragezeichen und ohne konkretes Saisonziel ins neue Drittligajahr. Die Mannschaft wurde komplett umgekrempelt, in der Vorbereitung präsentierte sich das Team mit Licht und Schatten.

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So lief die vergangene Saison

Fast schon ein Running Gag: Die Kickers und ihre Saison-Fehlstarts. 2017/18 glückte den Unterfranken erst am sechsten Spieltag der erste Saisonsieg, in der vergangenen Saison gab's nach drei Niederlagen am vierten Spieltag den ersten "Dreier".

Mindestens genauso verlässlich: die Steigerung der Kickers danach. Beide Male wurde die Saison auf Platz fünf beendet, beide Male waren die Kickers das beste bayerische Team am Ende der Drittligasaison. Die fehlende Konstanz war das größte Problem der Kickers: Selbst in Spielen, in denen die Würzburger überlegen waren, glückte mitunter kein Sieg.

Wer kommt, wer geht

Irgendwann kommt man beim genauen Durchzählen dann doch durcheinander. Mehr als zehn Spieler haben den Verein verlassen, mehr als zehn sind neu dazugekommen. Am schmerzhaftesten sind wohl die Abgänge der Leistungsträger Orhan Ademi und Jannik Bachmann. Würzburg setzt bei den Neuzugängen vor allem auf junge Talente, die gleichzeitig doch schon einige Erfahrung und Wettkampfhärte mitbringen.

Wie beispielsweise Albion Vrenezi, Leihgabe von Jahn Regensburg und mit 25 Jahren tatsächlich der älteste Spieler unter den Neuzugängen. Er trägt die "Zehn" auf dem Rücken - und soll im Würzburger Spiel auch die Rolle des klassischen Spielmachers und Taktgebers übernehmen. Oder Lion Schweers von Preußen Münster. 23 Jahre jung, aber schon fünf Jahre als Profi im Geschäft und mit der Erfahrung von über 100 Drittligaspielen. Mit einem Altersdurchschnitt von knapp über 23 Jahren hat Würzburg die zweitjüngste Mannschaft der Liga - nach dem FC Bayern München II.

Der Trainer

Mit Michael Schiele, seit Oktober 2017 Cheftrainer der "Rothosen", geht es auch in die neue Saison. Der 41-Jährige soll der Architekt des Umbruchs sein. Die meisten jungen Neuzugänge hätten großes Potential, ist aus Würzburg zu hören. Schieles Credo: Wild nach vorne, aber geordnet nach hinten - so soll in der neuen Saison gespielt werden.

In den acht Vorbereitungsspielen klappte das nicht immer. Zwar setzte es nur eine Niederlage, am vergangenen Wochenende ein 1:3 (1:0) gegen Regionalligist FSV Frankfurt. Doch nach der Pleite kritisierte Schiele: "Zwei Gegentore nach Standardsituationen dürfen nicht passieren. Hier müssen wir kompromisslos verteidigen, sonst wirst du - wie heute - zurecht bestraft." Insgesamt fällt sein Vorbereitungsfazit aber positiv aus: "Wenn man die zweite Halbzeit ausklammert, können wir mit der Vorbereitung bis dato zufrieden sein. Wir werden uns nächste Woche intensiv auf den Drittliga-Start vorbereiten und für den Auftakt gewappnet sein."

Erwartungen an die Saison

Ein konkretes Saisonziel wollen weder Trainer Schiele noch Vorstand Daniel Sauer ausgeben. Ganz oben steht: Schiele hat einfach Lust, seine junge Truppe weiterzuentwickeln. Wohin diese Entwicklung dann geht? Würzburg könnte in der neuen Saison erneut die Wundertüte der 3. Liga werden. Die Saisonprognose von BR Sport: Von Auf- bis Abstieg scheint alles möglich. Realistisch dürften die Kickers im gesicherten Mittelfeld landen.

Positiv für die Kickers: Zum ersten Mal starten die Würzburger mit einem Heimspiel in eine Drittligasaison. Doch auch der Gegner fällt in die Kategorie "Wundertüte": Zu Gast am Dallenberg (Samstag, 20. Juli, 14.00 Uhr) ist Drittligaaufsteiger FC Bayern München II.