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Die SpVgg Unterhaching und der Zwei-Jahres-Aufstiegsplan | BR24

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Unterhaching-Coach Claus Schromm und Mannschaft bei Besprechung

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Die SpVgg Unterhaching und der Zwei-Jahres-Aufstiegsplan

Die SpVgg Unterhaching geht an die Börse und hofft auf finanzielle Planungssicherheit in den kommenden Jahren. Mit frischem Geld soll es wieder in die zweite Liga gehen. In der neuen Saison muss das aber noch nicht sein, sagen die Verantwortlichen.

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So lief die vergangene Saison

Die Spielvereinigung Unterhaching war furios in die Saison 2018/19 gestartet, stand phasenweise auf einem Aufstiegsplatz und hatte nach der Hinrunde als Tabellenfünfter nur fünf Punkte Rückstand auf Platz drei.

Durch einige unnötige Niederlagen und Unentschieden in der Rückrunde - Unterhaching unterlag beispielsweise den Abstiegskandidaten VfR Aalen, Eintracht Braunschweig und Carl-Zeiss Jena, spielte nur remis gegen Fortuna Köln - verloren die Münchner Vorstädter nach und nach den Anschluss an die Spitzengruppe.

Am Ende halfen auch starke Auftritte wie das 1:0 auswärts bei den Würzburger Kickers nicht: Unterhaching beendete die Spielzeit auf Tabellenplatz zehn. Satte 22 Punkte hinter den Aufstiegs-, aber nur drei Punkte vor den Abstiegsrängen.

Wer kommt, wer geht

Die Spielvereinigung Unterhaching hat ihren Kader der vergangenen Saison nur dosiert umgebaut. Die wichtigsten Leistungsträger sind geblieben, mit Stürmer Dominik Widemann verließ allerdings ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent die Hachinger zu den Würzburger Kickers.

Widemanns Platz soll Felix Schröter einnehmen, der vom FV Illertissen zur Spielvereinigung wechselt. Schröter kommt mit der Referenz von 16 Treffern in 33 Regionalligapartien in der vergangenen Saison. Zweitligaerfahrung bringt Jannik Bandowski vom VfL Bochum mit. Der 25-Jährige kann sowohl in der Außenverteidigung und im Mittelfeld eingesetzt werden.

Weitere vielversprechende Neuzugänge, die der Klub auch perspektivisch verpflichtet hat, sind der gebürtige Münchner Moritz Heinrich (zuvor Preußen Münster, Mittelfeld) und der ehemalige Jugend-Nationalspieler Stephan Mensah (Karlsruher SC, Flügelstürmer). Sie sollen den Klub sofort oder in naher Zukunft verstärken. Vom FC Ingolstadt II kommt Verteidiger Paul Grauschopf.

Ein weiterer Neuzugang hat die Spielvereinigung dagegen ohne jeden Pflichtspieleinsatz schon wieder verlassen. Der belgische Mittelstürmer Arne Naudts hat nach nur 29 Tagen bei den Hachingern aus familiären Gründen um die Vertragsauflösung gebeten, um wieder in seine Heimat zurückzukehren.

Der Trainer

"Es ist schon ein bisschen mein Baby, mein Projekt. Gefühlt geht der Zug jetzt langsam los", sagt Claus Schromm. Insgesamt zwölf Jahre ist er in verschiedenen Funktionen bei der SpVgg Unterhaching im Einsatz, seit 2015 als Cheftrainer.

Durch die zusätzlichen finanziellen Möglichkeiten durch den Börsengang könne man nun optimieren, die nächsten Schritte gehen. Schromms Motivation scheint höher denn je zuvor. Dem ehrgeizigen 50-Jährigen ist anzumerken, dass er Unterhachings Weg zurück in die zweite Liga unbedingt als Chefcoach weiter begleiten will.

Erwartungen an die Saison

Beim Saisonauftakt fehlen Mittelstürmer Stephan Hain und die Innenverteidiger Josef Welzmüller und Marc Endres verletzt. Claus Schromm wird also wohl zwangsläufig einige seiner Neuzugänge in der Startelf aufbieten. Los geht's für die Hachinger beim 1. FC Kaiserslautern (live am Samstag ab 14 Uhr im BR Fernsehen und in der BR Mediathek), eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe. Am 36.Spieltag der vergangenen Saison kassierte die Spielvereinigung dort eine 0:4-Klatsche.

"Wir wollen uns in der ersten Tabellenhälfte platzieren", sagt Trainer Claus Schromm vor dem Saisonauftakt. Zahme Ziele für den ambitionierten Börseneinsteiger. Doch Schromm weiß, dass er nur eine Saison tiefstapeln darf und schiebt nach: "Spätestens das nächste Jahr ist das offizielle Ziel: Aufstieg."

Die Hachinger wollen aber ganz unabhängig vom Börsengang wieder nach oben. Denn das langfristige Überleben ist in der finanzschwachen 3. Liga bei der Spielvereinigung nicht realisierbar. Ohne die lukrativen TV-Gelder in Liga zwei wird es auch für den ehemaligen Bundesligisten schwer.

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Unterhaching-Präsident Manfred Schwabl