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Bildrechte: BR/Petra Martin

Die Freibäder bereiten sich auf die Saison vor.

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    Die Sommersaison steht vor der Tür: Freibäder machen sich bereit

    Im Mai fängt normalerweise die Freibadsaison in Bayern an. Noch ist aber nicht klar, ob und wann die Bäder öffnen. Trotzdem laufen in vielen Orten die Vorbereitungen. Auch die Schwimmer trainieren schon für die Sommersaison.

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    Von
    • Petra Martin

    Das tiefgrüne Wasser läuft langsam aus dem Becken ab, es hinterlässt grüne Schlieren, braunes Laub und eine dicke Schmutzschicht auf dem Edelstahlboden. In Gummistiefeln und Arbeitshose steht Badleiter Stefan Gröschel im Schwimmbecken des Münchner Dantebads und rückt dem hartnäckigen Schmutz mit dem Hochdruckreiniger zu Leibe.

    Zwei bis vier Tage dauert es, die Becken wieder mit Wasser zu füllen - je nach Größe. Auch an Land gibt’s viel zu tun – Rasenmähen, Rutschen und Duschen überprüfen. Alles soll einwandfrei funktionieren, wenn die Gäste wieder kommen dürfen. Nur wann es soweit ist, das weiß auch Betriebsleiter Dietmar Valeri nicht. Er hofft, dass es so laufen könnte wie vergangenes Jahr, als die Bäder Mitte Juni mit Hygienekonzept öffnen konnten. "Natürlich entstehen für die Vorbereitung Kosten, aber das hält sich in Grenzen. Wir könnten, wenn es der Fall ist, den Betrieb auch wieder runterfahren und würden dann die Mitarbeiter wieder in Kurzarbeit schicken. Aber dann sind wir trotzdem innerhalb einer Woche wieder betriebsbereit."

    Ein Becken ist schon in Betrieb, das klare Wasser glitzert in der Sonne. Hier haben die Schwimmmeister eine Trainingsmöglichkeit, sie müssen ihr Rettungsschwimmerabzeichen regelmäßig auffrischen und natürlich müssen sie fit sein für die neue Saison.

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    Schwimmer trainiert im See.

    Training am See

    Für alle anderen Schwimmer gibt’s zur Zeit nur eine Möglichkeit fürs Training: die Seen. Ihr Wasser ist jetzt wärmer als im Winter, doch etwa 15 Grad sind noch immer kühl. Das sollte sich jeder klarmachen. Und auch die Kondition, Kraft und Ausdauer haben bei einer langen Schwimmpause gelitten. Triathlon-Trainer Stefan Drexl geht davon aus, dass wir auf einem Niveau von 60 bis 80 Prozent anfangen werden. Er rät dazu, trotz Vorfreude, langsam ins Training einzusteigen und vor allem am Anfang nicht zu übertreiben. Lieber kürzere Strecken schwimmen. Und die Zeit an Land gut nutzen, um die Arm- und Schultermuskulatur zu stärken.

    Wer im See schwimmt, sollte immer in Ufernähe bleiben, am besten nicht allein schwimmen und eine Rettungsboje mitnehmen. Außerdem gilt auch hier: Lieber kürzere Strecken schwimmen. Es mag verlockend sein, einen kleineren See komplett zu umrunden. Sicherer ist es aber, einige Male an einem bestimmten Uferabschnitt hin- und herzuschwimmen. So kann man das Training jederzeit unterbrechen.