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Die NHL startet wieder - Marco Sturm nur in der Zuschauerrolle | BR24

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Die Eishockey-Profiliga NHL startet wieder. Marco Sturm hat mit den Los Angeles Kings das Finalturnier verpasst. Der Niederbayer verfolgt die Spiele in seiner bayerischen Heimat, auch aus Furcht vor der Corona-Pandemie in den USA.

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Die NHL startet wieder - Marco Sturm nur in der Zuschauerrolle

Die nordamerikanische Profi-Eishockeyliga NHL steht kurz vor dem Neustart. Marco Sturm und seine Los Angeles Kings sind nicht dabei - für den Niederbayern nicht einmal unangenehm. Denn so konnte er vor Corona aus den USA nach Bayern flüchten.

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800 Spieler aus 24 NHL-Teams warten derzeit in fünf Hotels in Toronto und Edmonton auf ihren Einsatz, bewacht von über 200 Sicherheitsleuten, eingesperrt durch Zäune. Ab 1. August soll wieder gespielt werden.

Nicht mit dabei ist allerdings Ex-Bundestrainer Marco Sturm. Der aktuelle Co-Trainer der Los Angeles Kings muss zusehen, sein Team hat es nicht in die Play-offs gepackt. Derzeit befindet er sich daheim in Niederbayern, auch aus Furcht vor der Corona-Pandemie in den Vereinigten Staaten.

Wenn in der Nacht von Samstag auf Sonntag wieder die Pucks übers Eis flitzen, wird Marco Sturm allerdings nur vor dem Laptop mit dabei sein. Sein Job ist ja geblieben: Er muss Spieler beobachten - und das tut er derzeit eben zu Hause in Landshut.

Sturm: "Fühlen uns in Deutschland sicherer"

"Wir fühlen uns momentan einfach sicherer hier in Deutschland. Deswegen werden wir auch unseren Sommerurlaub ausdehnen. Ich habe natürlich die Möglichkeit, jedes Spiel zu sehen. Von daher werd ich meine Hausaufgaben zuhause machen", sagt Sturm im Gespräch mit BR24 Sport.

Sturms Titeltipps: Boston, St. Louis, Las Vegas, Denver

Seine Titelfavoriten hat Sturm schnell aufgezählt: Sein Ex-Klub Boston Bruins gehört ebenso dazu wie Titelverteidiger St. Louis Blues, die Vegas Golden Knights und vor allem auch Colorado Avalanche aus Denver um den Rosenheimer Stanleycup-Sieger von 2018, Philipp Grubauer.

Marco Sturms Geheimtipp: die Edmonton Oilers. Vor allem wegen ihrem Superstar Leon Draisaitl - in der vergangenen Saison der Durchbruch, heute auf dem Weg zum absoluten Topstar der Liga. Keiner trifft häufiger, kaum einer spielt so intelligent – auch ohne seinen kongenialen Sturmpartner Connor McDavid.

Lob für Überflieger Leon Draisaitl

"Er hat eine klasse Saison gespielt. Auch für mich als Gegner macht es Spaß, ihm zuzusehen. Es hat einfach alles gepasst, obwohl McDavid auch für längere Zeit verletzt war. Das war ja immer das große Thema: Kann Draisaitl nur mit McDavid. Nein! Er hat es selber beantwortet. Ohne ihn war er sogar noch besser“, analysiert Sturm.

Zweieinhalb Monate sind es bis zum Finale. Um ein Corona-Chaos wie im Baseball zu verhindern sind die Turniere in Edmonton und Toronto streng abgeschirmt: Es gibt strengste Hygieneauflagen und tägliche Coronatests. Auch wenn die Lage in Kanada entspannter ist, als in den USA hält Marco Sturm die Saisonfortsetzung für "gewagt, aber es geht um sehr, sehr viel Geld von Ligaseite her, aber natürlich auch von den Spielern. Die wollten auch nicht zu viel Gehalt verlieren."

Erst acht Teams haben Play-off-Platz sicher

Die Fans wird's freuen. Denn sollte kein Coronaausbruch kommen, geht es in den kommenden Wochen richtig zur Sache. Acht Teams haben sich bereits sicher für die Play-offs qualifiziert, spielen aber zuvor eine möglichst gute Platzierung für die spätere Endrunde aus.

Die anderen 16 Mannschaften ermitteln in acht "Best of five"-Serien die restlichen Teams fürs Achtelfinale. Und danach starten sie dann endgültig: Die Play-offs, die schönste Zeit im Eishockey.