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Die Frage der Woche: Muss der Fußball vernünftig werden? | BR24

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Die Frage der Woche: Muss der Fußball vernünftig werden?

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Die Frage der Woche: Muss der Fußball vernünftig werden?

Trotz Corona darf weiter Profifußball gespielt werden. Die Angst vor dem "Aus" geht um, wenn das Geld ausbleibt. Gleichzeitig wird weiter um Millionengehälter gefeilscht. Die Reaktionen auf unsere Frage der Woche.

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  • BR24 Sport

In Coronazeiten schütteln viele nur noch mit dem Kopf. Während im Amateursport gar nichts mehr geht und sowohl bei anderen Sportarten als auch bei vielen Firmen und Privatleuten um die Existenz gezittert wird, kommt es im Fußball vielerorts zu seltsamen Auswüchsen.

Anfang der Woche machte zum Beispiel die Causa David Alaba Schlagzeilen. Der FC Bayern hat hier sein gut dotiertes Vertragsangebot nach Monaten der Verhandlungen zurückgenommen, weil sein Berater es nicht als gut genug befand.

"Der Fußball ist wahrscheinlich vernünftig, allerdings sind die Geldgeier hinter den Spielern das Problem." Christine Schreiner via Facebook

Das sieht auch Helmut Köhnen so: "Solche Seelenverkäufer wie der Berater von Alaba, müssen definitiv weg. Aber Alaba hätte auch ein wenig sein Gehirn einschalten können."

Thomas Drescher sieht allerdings auch die Vereine in der Pflicht etwas zu ändern: "Mir kommen bei dem Gejammer eines Multi-Millionenkonzerns echt die Tränen. So lange sie den Leuten das Geld so aus den Taschen ziehen, werden auch die Angestellten etwas davon abhaben wollen."

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"Es gibt kein Angebot mehr": Die Worte von FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer in "Blickpunkt Sport" sorgen für eine Paukenschlag in der Fußballwelt. Die Münchner bieten David Alaba keinen neuen Vertrag mehr an.

Ohne Zuschauer droht manchen Klubs das "Aus"

Viele Profiklubs geraten finanziell ins am Wackeln, sogar solche wie der FC Barcelona, der seine Spieler angeblich um Gehaltsverzicht bitten muss. Bei Borussia Dortmund erklärte Klubboss Watzke, dass man mit einem Minus von satten 75 Millionen Euro rechne. Die Dortmunder können auf Rücklagen zugreifen, andere Klubs, die schon vorher nicht gut gewirtschaftet haben, können das ohne die Zuschauereinnahmen auf Dauer nicht.

Ger Hie schreibt dazu auf facebook: "Das regelt sich jetzt alles von selbst. Noch sechs Monate ohne Zuschauer und alle Vereine europaweit sind platt, melden Konkurs an und entlassen alle. Wo wollen die Spieler denn DANN hin? Dann werden alle Verträge neu verhandelt, mit deutlichst geringeren Spielergehältern."

Keine Hoffnung auf Änderungen

Herbert Lahr gönnte den Profis ihre Millionengehälter, "ich bin aber der Meinung, dass auch sie in diesen Zeiten kürzer treten müssen. Während in vielen Betrieben und Unternehmen Kurzarbeit angesagt ist, bekommen die Fußballer scheinbar immer noch ihre Millionen. Das geht auf Dauer nicht."

Bayern1-Hörer Hans Reitmeier denkt nicht, dass sie überhaupt etwas ändern wird. Zu oft habe man schon gesagt, dass sich etwas ändern müsse: "Wir hatten den Fall Enke - wie war der Aufschrei? Hat sich was geändert? Vier Woche später hatten wir das gleich wieder."