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Die Frage der Woche: Hat die 3. Liga eine Zukunft? | BR24

© picture-alliance/dpa

Drittligalogo, Ball und Fußballerbeine

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    Die Frage der Woche: Hat die 3. Liga eine Zukunft?

    Uneinigkeit der Vereine, ob und wann der Spielbetrieb wiederaufgenommen werden soll, hoher Kostendruck, wenig TV-Gelder. Die 3. Liga kämpft ums Überleben. Hat Deutschlands dritthöchste Fußballklasse eine Zukunft? 63 Prozent unserer Hörer sagen: "Ja".

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    Eigentlich wollte die 3. Liga den Spielbetrieb am 30. Mai "unter Berücksichtigung der politischen Verfügungslagen" und eines Hygienekonzepts wiederaufnehmen. Aber mehrere Vereine wehren sich gegen die Vorgaben des Verbands.

    Der Hallesche FC und der FC Carl Zeiss Jena wollen notfalls sogar gerichtliche Schritte einleiten. Schwierige Zeiten für die zerstrittene 3. Liga, in der der Kostendruck schon unter normalen Bedingungen enorm ist.

    In der vergangenen Saison machten 13 der 20 Vereine Verlust. Für den Fall eines Saisonabbruchs droht laut eines internen DFB-Papiers eine Ertragslücke in Höhe von 31 Millionen Euro. Pro Klub also gingen im Schnitt 1,55 Millionen Euro verloren.

    Hat die 3. Liga eine Zukunft?

    Das Ergebnis unserer Facebook-Abstimmung lautet:

    • 63 % unserer Hörer sagen ja, die 3. Liga hat eine Zukunft
    • 37 % sagen nein

    Ausgewählte Kommentare unserer Nutzer lauten:

    "Die dritte Liga hat eine Zukunft, aber nur wenn sie Abbrechen. Da es nur weitergehen kann bei Chancengleichheit und die ist nicht gegeben (siehe Jena). Wie in Frankreich sollte der Punktedurchschnitt zählen. So haben alle Klubs Planungssicherheit, um sich trotz geringeren Budget auf die jeweilige Liga vorzubereiten." Fabian Schäflein
    Ich glaube, dass einige Clubs in der 3. Liga Insolvenz anmelden werden müssen. Geisterspiele sind momentan trotzdem unumgänglich." Herbert Lahr
    "Die 3. Liga hat nur eine Zukunft, wenn sie in zwei Staffeln aufgeteilt wird. Die Vereine sparen sich die langen Auswärtsfahrten mit den hohen Kosten. Es würde auch mehr Derbys geben, was natürlich positive Auswirkungen auf die Zuschauerzahlen hätte." Simon Gröbner
    "Der DFB will einmal mehr seine Macht demonstrieren und wartet nicht ab, ob auch alle Vereine von Ihren Landesregierung die Genehmigung zum Spielen erhalten und eine ausreichende Vorbereitungsphase haben. Dass nennt man beim DFB dann Fairness". Klaus Heger