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Die europäischen Maccabi-Spiele haben in Budapest begonnen | BR24

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Zu den European Maccabi Games 2019, den jüdischen Europameisterschaften im Sport, werden in Budapest mehr als 3.000 Teilnehmer aus über 40 Staaten erwartet. Auch für die Sportler vom TSV Maccabi München haben die Spiele einen hohen Stellenwert.

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Die europäischen Maccabi-Spiele haben in Budapest begonnen

Zu den European Maccabi Games 2019, den jüdischen Europameisterschaften im Sport, werden in Budapest mehr als 3.000 Teilnehmer aus über 40 Staaten erwartet. Auch für die Sportler vom TSV Maccabi München haben die Spiele einen hohen Stellenwert.

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In Budapest gibt es bis zum 7. August in insgesamt 63 Wettbewerben Medaillen zu gewinnen. Die 24 Disziplinen reichen von Schach über Tischtennis bis hin zu Fußball und Hockey. Die Spiele in Ungarn sind die bisher größten der Nachkriegsgeschichte, teilte Makkabi Deutschland mit. In Ungarn ist Deutschland als größte Delegation mit 300 Sportlern vertreten und will die Spitzenposition mit 144 Medaillen aus den vorhergehenden European Maccabi Games 2015 in Berlin verteidigen.

Für die jüdischen Sportler ein Event, mit einem Stellenwert vergleichbar mit den Olympischen Spielen: "Maccabiade, kommt von Olympiade. Und die Spieler sind heiß drauf", sagt Andreas Huber, Mannager beim TSV Maccabi München. "Wir Bayern sind dabei und wir werden auch die ein oder andere Medaille nach München oder auch Bayern holen."

Jüdische Nationalmannschaft erstmals in schwarz-rot-gold

Zum ersten Mal will die jüdische Nationalmannschaft in Budapest in den Farben Deutschlands auflaufen. Im November 2018 wurde das blau-weiße Logo durch schwarz-rot-gold ersetzt "und damit eine neue Ära im Selbstverständnis der Juden in Deutschland eingeläutet", schreibt Makkabi Deutschland.

Zu Makkabi Deutschland gehören bundesweit mehr als 5.000 Mitglieder in 38 Ortsvereinen, darunter der TSV Maccabi München, gegründet am 29. November 1965. Heute gehören über 1.000 jüdische und nichtjüdische Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus vielen Nationen dem Verein an.

Teilnahme auch ein Zeichen gegen Rechtspopulismus

Makkabi Deutschland hat sich neben dem Sport auch den Einsatz für Integration und den interkulturellen Dialog sowie die Bekämpfung von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit auf die Fahnen geschrieben. "Trotz dessen kommt es leider noch regelmäßig zu antisemitischen und rassistischen Anfeindungen auf den Fußballplätzen und Sportanlagen", beklagt der Verband. Jüdische Spieler würden angegriffen und beschimpft, israelischen Sportlern werde die Teilnahme an internationalen Wettbewerben verwehrt.

"Die Koffer sind ausgepackt. Jüdisches Leben gehört zu Europa - der Antisemitismus nicht!" Makkabi Deutschland