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Die Ausrüstung für den Skipisten-Spaß - gebraucht oder doch neu? | BR24

© picture-alliance/Annette Riedl

Bald startet die Skisaison. Darf es da auch eine Second Hand-Ausrüstung sein?

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    Die Ausrüstung für den Skipisten-Spaß - gebraucht oder doch neu?

    Mit dem ersten Schnee wächst die Vorfreude aufs Skifahren. Dafür muss die Ausrüstung stimmen. Sie muss vor allem passen, funktionieren und sicher sein. Wann und für wen macht Skiausrüstung aus zweiter Hand Sinn?

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    Daumen hoch für Second-Hand gilt grundsätzlich bei Skiern für Kinder. Die nutzen die Bretter nicht so stark ab und wachsen schnell - ein Modell passt meist ohnehin nur eine Saison. Doch Laufflächen, Belag und Kanten müssen kratzer- und beschädigungsfrei sein. Denn mit gut gleitenden Ski mit ausreichendem Kantengriff schonen auch die Kleinen ihre Kräfte und lernen schneller.

    Umso "jünger" die Modelle, desto besser

    Bei alten Modellen können zum Beispiel nicht nur abgeschliffene Kanten eventuell nicht mehr nachgeschliffen werden. Andreas König, Sicherheitsexperte beim DSV, sagt sogar "Finger weg" bei Skiern und vor allem Bindungen, die über acht Jahre auf dem Buckel haben. "Denn mit der Zeit geht der Weichmacher aus dem Kunststoffgehäuse der Bindung raus, der Kunststoff wird spröde und das Gehäuse kann während des Skifahrens brechen."

    Für Erwachsene geht ein Gebraucht-Kauf von Skiern auch in Ordnung. Doch hier rät Andreas König schon von Modellen, die über zwei Jahre alt sind, klar ab: "Wer nicht weiß, wie der Ski genutzt wurde, kann nicht wissen, wie stark die Ausrüstung schon abgenutzt ist. Wenn es also Second-Hand sein soll - bitte nur im Bekanntenkreis oder über den Sportfachhandel." Da Erwachsene Skier deutlich mehr beanspruchen als Kinder, ermüdet die Ausrüstung schlicht schneller.

    Kinderski-Tauschsysteme lohnen sich

    Für ausgezeichnet hält der Sicherheitsexperte dagegen die Kinderski-Tauschsysteme vieler Sportfachhändler. Dabei kaufen Eltern für ihre Kinder ein neues Paar Ski und können die Ausrüstung dann gegen ein geringes Serviceentgelt bis zu drei Mal tauschen: "Die Kinder fahren so immer die passende Skilänge und richtige Bindungseinstellung und profitieren von gewachsten Belägen und geschliffenen Kanten. Die Ausrüstung ist ab dem ersten Tausch gebraucht, aber vom Servicefachhandel gecheckt. Da auf den Second-Hand-Preis noch die Kosten für Bindungseinstellung und Service kommen, machen Tauschsysteme beim Sportfachhandel auch preislich Sinn!"

    Nicht nur eine Frage der Hygiene

    Bei gebrauchten Skischuhen gilt laut Profi ebenfalls: Je "jünger", desto besser! Durchaus Sinn machen kann ein Gebrauchtkauf hier bei Kindern. Bei Jugendlichen und Erwachsenen rät Andreas König dagegen eher davon ab. Nicht nur wegen der Hygiene im oft schweißfeuchten Skischuh. Auch Technologie und Tragekomfort spielen eine Rolle. Außerdem altert die Kunststoffschale stark und nutzt sich ab. "Wenn zum Beispiel die Schuhsohle stark abgelaufen ist, kann keine optimale Kraftübertragung zur Bindung stattfinden. Sind Skischuhe acht Jahre oder älter, kann sogar die Schale brechen. Außerdem bekommt ein neuer Innenschuh den individuellen Fußabdruck erst durch das Tragen. Wenn der nun schon drin ist, wird er schwer zum Fuß des Käufers passen."

    Klares NoGo für gebrauchte Schutzausrüstung

    Bei der Schutzausrüstung ist der Experte in Sachen Skiausrüstung schnell mit seinem Urteil. Ob Protektoren oder Skihelme - hier gilt für gebraucht Kaufen ein klares No-Go. "Gebraucht weiß ich nicht, wer damit schon gestürzt ist oder ob der Helm verborgene Risse hat. Da der Kopf bei Kindern nicht so stark wächst wie der Rest, halten Helme auch da meist mehrere Winter. So lohnt sich preislich ein Neukauf!"

    Ski-Kleidung neu imprägnieren

    Bleibt noch die Ski-Kleidung: Die kann problemlos gebraucht gekauft werden. Da aber die Funktionsmembran nach häufigem Waschen leidet, sollte sie regelmäßig imprägniert werden, so der Profi-Tipp.

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