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DFL hält trotz Coronavirus an Bundesligaspielen fest | BR24

© picture alliance/Arne Dedert

DFL-Chef Christian Seifert will die Bundesligaspiele trotz Coronavirus nicht absagen.

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    DFL hält trotz Coronavirus an Bundesligaspielen fest

    Trotz der Empfehlung von Gesundheitsminister Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern abzusagen, will die Deutsche Fußball Liga (DFL) die laufende Bundesliga-Saison planmäßig zu Ende bringen.

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    Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will die noch ausstehenden Spiele der laufenden Bundesliga-Saison planmäßig austragen - trotz möglicher Geisterspiele wegen der Ausbreitung des Coronavirus. Zuvor hatte Gesundheitsminister Jens Spahn entsprechend empfohlen, Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Zurzeit geschehe dies aus seiner Sicht noch zu zaghaft, so der CDU-Politiker am Sonntag. Auch das traditionelle Starkbierfest auf dem Münchner Nockherberg wurde vorerst nur verschoben.

    DFL argumentiert mit Planungssicherheit für Clubs

    Demgegenüber steht für den DFL derzeit "außer Frage, dass die Saison wie vorgesehen bis Mitte Mai zu Ende gespielt werden muss", wie es in einer Mitteilung von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert von Sonntag heißt. "Nur so erhalten Clubs und DFL trotz schwieriger Umstände für die kommende Spielzeit Planungssicherheit", heißt es weiter. Auf- und Absteiger sowie die Teilnehmer für die internationalen Wettbewerbe müssten demnach in beiden Spielklassen ermittelt werden.

    Die Clubs würden sich mit den zuständigen Behörden an den jeweiligen Standorten wie bisher eng hinsichtlich des Ablaufs weiterer Spieltage abstimmen, sagte Seifert. Die DFL kündigte an, kurzfristig ein Krisentreffen mit den Clubs anzusetzen. Es sei "eine schwierige Situation", sagte Seifert. Die Gesundheit habe oberste Priorität. "Dabei muss es das Ziel sein, in unterschiedlichen Lebensbereichen den jeweils angemessenen Weg zu finden zwischen berechtigter Vorsorge und übertriebener Vorsicht", sagte der DFL-Chef.

    Erstattung von Ticketpreisen in Gladbach

    Von den von Spahn angemahnten Absagen könnten auch Spiele in den höchsten Spielklassen im Fußball, Handball, Eishockey, Basketball und Volleyball betroffen sein. Bislang hatten Ligaverbände und Vereine stets auf die Zuständigkeit der Behörden verwiesen und Absagen oder Spiele vor leeren bislang vermieden.

    So fand am Samstag auch das Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund (1:2) in unmittelbarer Nähe zu dem am meisten vom Virus betroffenen Kreis Heinsberg statt. 53 877 Zuschauer waren im Stadion. 550 Menschen aus dem Kreis Heinsberg machten vom Angebot der Gladbacher Gebrauch, sich den Ticketpreis erstatten zu lassen und nicht zum Spiel zu kommen. Schon am Mittwoch soll wieder in Mönchengladbach gespielt werden, dann beim Rheinderby der Bundesliga gegen den 1. FC Köln.

    Auch die Heimspiele beim Europapokal stehen in Frage

    Offen ist auch, unter welchen Umständen am Montagabend das Zweitliga-Topspiel des VfB Stuttgart gegen Arminia Bielefeld stattfinden wird.

    Die Empfehlung von Spahn könnte auch Auswirkungen auf die kommenden Europapokal-Heimspiele der Bundesligisten haben. RB Leipzig empfängt am Dienstag in der Champions League Tottenham Hotspur. In der Europa League spielt Eintracht Frankfurt am Donnerstag daheim gegen den FC Basel, der VfL Wolfsburg hat Schachtjor Donezk zu Gast.

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