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DFL-Geschäftsführer Seifert kündigt Abschied an | BR24

© dpa-Bildfunk/dpa-Pool/Arne Dedert

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert

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DFL-Geschäftsführer Seifert kündigt Abschied an

Paukenschlag für den deutschen Profifußball: DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat in einer persönlichen Erklärung seinen Abschied von der DFL verkündet. Nach Ablauf seines Vertrages im Juni 2022 will er "ein neues berufliches Feld aufschlagen".

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Seifert hat "Herrn Peter Peters als Aufsichtsratsvorsitzenden darüber informiert, dass er die DFL nach Ablauf seines Vertrages im Juni 2022 verlassen wird", heißt es in der Erklärung. Als Grund nannte der 51-Jährige eine "berufliche Änderung", ohne dies weiter auszuführen.

Frühzeitige Ankündigung für zukünftige DFL-Planung

Der Geschäftsführer betonte aber zugleich, er werde sich "bis dahin auf die aktuellen und kommenden Herausforderungen selbstverständlich weiter mit größter Ambition und vollem Einsatz fokussieren." Durch die Ankündigung seines Abschieds wolle er dem Aufsichtsrat frühzeitig die Möglichkeit geben, "diese Tatsache in Überlegungen zur künftigen Organisation der DFL GmbH einfließen zu lassen".

DFB-Chef bedauert Seiferts Weggang

Die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sieht den angekündigten Rückzug von Christian Seifert vom Chefposten der Deutschen Fußball Liga (DFL) nicht gerne. "Ich bedaure es sehr, dass Christian Seifert nur noch bis 2022 Geschäftsführer der DFL bleibt", sagte DFB-Präsident Fritz Keller. Nach Ansicht des Verbandschefs habe Seifert "die Bundesliga bislang herausragend durch die Corona-Pandemie geführt". Außerdem sei er "froh, dass wir immerhin noch bis Juni 2022 gemeinsam an Lösungen und Lehren aus dieser Krise arbeiten, um den Fußball in Deutschland von der Spitze bis zur Basis zukunftsfähig und nachhaltig aufzustellen".

Viel Lob für Seifert gab es auch vom Vizepräsidenten des DFB, Rainer Koch: "Christian Seifert hat als Chef der DFL den deutschen Profifußball in wirtschaftlich bis dahin unerreichte Dimensionen geführt. Dies ist seinem Scharfsinn, seinem Verhandlungsgeschick und seiner wirtschaftlichen Expertise zuzuschreiben. Die DFL verliert einen umsichtigen Macher, der auch jetzt höchste Professionalität beweist, wenn er seinen Rückzug so frühzeitig bekannt gibt, um bei der gewiss schwierigen Suche nach seinem Nachfolger nicht unter Zeitdruck zu geraten."

Seifert: Kluger Krisenmanager in Coronazeiten

Auch der DFL-Aufsichtsrat Peter Peters bedauerte Seiferts Entscheidung in einer ersten Reaktion und will sich bei der Nachfolger-Suche Zeit lassen: "Der Wechsel an der Spitze der DFL bedeutet einen Einschnitt. Christian Seifert hat in mehr als 15 Jahren herausragende Arbeit geleistet und damit wesentlich zum Erfolg von Bundesliga und 2. Bundesliga beigetragen", sagte der Aufsichtsratschef. Auch er betonte Seiferts Rolle als "kluger Krisenmanager" in der Coronazeit.

"Es ist ein großer Verlust für die Bundesliga." Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef FC Bayern München
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Karl-Heinz Rummenigge bedauert den für Sommer 2022 angekündigten Rückzug von Christian Seifert, dem Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga. "Das ist ein großer Verlust für die Bundesliga", sagte der Bayern-Boss.

Wirtschaftsmanager und Fußballfunktionär in vielen Positionen

Der frühere Wirtschaftsmanager ist seit 2005 Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga und in dieser Funktion auch Vizepräsident des DFB. Seit 2007 ist er Mitglied und seit 2019 Sprecher des Ligapräsidiums. Darüber hinaus engagiert er sich er als stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates der DFL Stiftung und Sprecher der Initiative Profisport Deutschland (IPD).