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DFB-Vize Koch: Brauchen in München Konzepte für Zuschauer bei EM | BR24

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Rainer Koch

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DFB-Vize Koch: Brauchen in München Konzepte für Zuschauer bei EM

Kurz vor einer ersten Frist für Zuschauerszenarien bei der Fußball-EM ist Rainer Koch wegen der Situation im Spielort München besorgt. Der DFB-Vizepräsident appelliert, "tragfähige Konzepte für eine Teilzulassung von Zuschauern zu ermöglichen."

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"Ich unterstütze die Haltung der UEFA, die Spiele der Europameisterschaft im Grundsatz vor Zuschauern austragen zu wollen. Natürlich ist die Pandemie-Lage in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich und es sind die Entscheidungen der jeweiligen Regierungen zu respektieren", sagte Koch.

"In Deutschland müssen wir aber unsererseits respektieren, dass offenkundig insbesondere das Impf-Tempo in anderen Ländern deutlich schneller und die Entwicklung sowie Umsetzung von Spielkonzepten mit Zuschauern sehr viel weiter fortgeschritten sind", führte Koch, Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees, aus.

"Von daher appelliere ich an die Verantwortlichen in der Stadt München und der Bayerischen Staatsregierung, alle Anstrengungen zu unternehmen, um tragfähige Konzepte für zumindest eine Teilzulassung von Zuschauern auch bei den Spielen in München zu ermöglichen."

Wembley: EM-Vorbereitung mit Fans

In London sind bereits Spiele mit Zuschauern geplant. Noch im April sollen in Wembley zwei Testevents mit 4.000 Fans beim Pokalhalbfinale und 8.000 Zuschauern beim Ligapokalfinale stattfinden. Das Endspiel des FA Cups am 15. Mai - knapp einen Monat vor EM-Beginn - sollen 21.000 Fans verfolgen. "Das ist ein wichtiger erster Schritt, um die Fans zurückzubringen - mit dem Ziel der vollen Stadien", sagte FA-Geschäftsführer Mark Bullingham. Dieses werde "hoffentlich" schon zum Ende der Europameisterschaft erreicht. Insgesamt passen 90.000 Zuschauer in den Londoner Fußballtempel.

Ceferin-Aussage bezüglich Zuschauern sorgte für Aufsehen

Bis zu diesem Mittwoch müssen die zwölf Gastgeberstädte bei der UEFA ihre Szenarien für die Durchführung der Partien einreichen. Ursprünglich gab der Verband vier mögliche Modelle vor - vom Geisterspiel bis zur Vollauslastung. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hatte zuletzt mit der Aussage für Aufsehen gesorgt, dass nur jene Spielorte dabei bleiben, die eine Zulassung von Zuschauern garantieren könnten.

Im Stadion von Rekordmeister FC Bayern sollen bei der EM die drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Weltmeister Frankreich (15. Juni), Europameister Portugal (19. Juni) und Co-Gastgeber Ungarn (23. Juni) sowie ein Viertelfinale (2. Juli) ausgerichtet werden.

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Nach Monaten der Geisterspiele will die UEFA bei der EM unbedingt Fans in die Stadien bringen. Das Geisterspiel-Verbot von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat beim EM-Gastgeber München für Unverständnis und Kritik gesorgt.