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DFB-Team verliert mit 2:4 gegen die Niederlande | BR24

© B5 aktuell

Das Team von Bundestrainer Joachim Löw hat das EM-Qualifikationsspiel in Hamburg gegen die Niederlande mit 2:4 verloren. Nach einer 1:0-Führung durch Serge Gnabry hatte die DFB-Auswahl die Partie in der zweiten Hälfte aus der Hand gegeben.

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DFB-Team verliert mit 2:4 gegen die Niederlande

Das Team von Bundestrainer Joachim Löw hat das EM-Qualifikationsspiel in Hamburg gegen die Niederlande mit 2:4 verloren. Nach einer 1:0-Führung durch Serge Gnabry hatte die DFB-Auswahl die Partie in der zweiten Hälfte aus der Hand gegeben.

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Die DFB-Elf ließ sich von den durchaus offensiv beginnenden Niederländern eine Halbzeit lang überhaupt nicht nervös machen und ging mit 1:0 in Führung. Doch in den zweiten 45 Minuten brachten sie sich um den Lohn ihrer Arbeit. Nach zwei Gegentoren und dem Ausgleich musste die Mannschaft eine 2:4-Niederlage hinnehmen.

"Ich bin enttäuscht. Wir haben unter unseren Möglichkeiten gespielt. Holland hat in der zweiten Hälfte das Spiel verdient gewonnen." Bundestrainer Joachim Löw

Gnabry rechtfertigt seine Stammplatz-Garantie

Kurz nachdem Neuer einen Schuss von Memphis Depay souverän halten konnte, markierte Löws Team den Führungstreffer. Gnabry zimmerte (9.) einen Abpraller von Jasper Cillessen eiskalt ins linke Eck. Verursacht hatte die unglückliche Parade Lukas Klostermann, der einen Weltklasse-Pass von Joshua Kimmich etwas zu zögerlich abschloss.

© dpa-Bildfunk/Christian Charisius

Serge Gnabry erzielt den Treffer zum 1:0.

Nur kurze Aufregung nach einem Kimmich-Foul

In der Folgezeit stellte Löws Mannschaft bereits das Mittelfeld zu. Das Oranje-Team bekam trotz hohem Ballbesitz kaum Möglichkeiten, sich in den Strafraum vorzuspielen. Als Gnabry sah, dass der Keeper der Niederländer weit vor seinem Kasten stand, versuchte es mit einem Lupfer (28.) aus 45 Metern. Ein etwas zu hartes Einsteigen von Kimmich sorgte kurz für Aufregung bei der Elftal. Der Münchner und der besonders arg lamentierende Depay sahen dafür (35.) die gelbe Karte. Kurz nach einer guten Einschussmöglichkeit von Marco Reus (43.) ging es mit einem verdienten 1:0-Vorprung in die Halbzeitpause.

Gnabry wirbelt weiter, aber die Niederlande kommen auf

In der zweiten Hälfte machte Gnabry erst einmal nahtlos das weiter, wo er aufgehört hatte. Einen schnell hereingegebenen Freistoß schob er direkt weiter in den Strafraum. Nur mit viel Glück konnte dort Matthijs De Light die Kugel aus drei Metern (52.) knapp über das eigene Tor stochern. Nur eine Minute später hatte er die nächste Möglichkeit zum 2:0, die ebenfalls gerade nochmal so abgewehrt wurde. Allerdings gaben jetzt auch die Niederlande mehr Gas.

"Bei jeder Niederlage überwiegt die Enttäuschung. Wir kriegen die Gegentore viel zu leichtfertig." Serge Gnabry

Glücklicher Ausgleich per Elfmeter und das bittere 2:4

Einen platzierten Schuss (56.) von Georginio Wijnaldum konnte Neuer noch parieren. Frenkie De Jong ließ ihm beim Ausgleichstreffer (59.) aber keine Chance. Sowohl Jonathan Tah als auch Nico Schulz sahen da bei der Abwehrarbeit nicht gut aus. Löw reagierte mit einem Doppelwechsel: Mit Marco Reus und Timo Werner nahm er zwei Spitzen raus und brachte die Mittelfeldspieler Kai Havertz und Ilkay Gündogan. Doch dann agierte Tah erneut glücklos, als er die Kugel (66.) ins eigene Tor beförderte. Toni Kroos nutzte einen glücklichen Elfmeter (73.) nach einem eigentlich völlig unabsichtlichem Handspiel von De Light zum Ausgleichstreffer. Abermals spielten die Niederlande das DFB-Team schwindlig. Die Konsequenz: Donyell Malen verwandelte zur 3:2-Führung für das Oranje-Team. In der entscheidenden Phase entpuppte sich die Abwehr des DFB-Teams dann doch in einer argen Verfassung. Wijnaldum machte dann mit seinem Treffer zum 4:2 (90. +1) für die Niederländer den Deckel drauf. Damit hatten sie auch den direkten Vergleich nach dem Hinspiel (2:3) zu ihren Gunsten gedreht.

Deutschland - Niederlande 2:4 (1:0)

Deutschland: Neuer/Bayern Münnchen (33 Jahre/89 Länderspiele) - Ginter/Borussia Mönchengladbach (25/27) ab 84. Brandt/Borussia Dortmund (23/26), Süle/Bayern München (24/21), Tah/Bayer Leverkusen (23/7) - Klostermann/RB Leipzig (23/3), Kimmich/Bayern München (24/43), Kroos/Real Madrid (29/93), Schulz/Borussia Dortmund (26/9) - Reus/Borussia Dortmund (30/42) ab 61. Gündogan/Manchester City (28/34), Gnabry/Bayern München (24/9), Werner/RB Leipzig (23/26) ab 61. Havertz/Bayer Leverkusen (20/4). - Trainer: Löw

Niederlande: Cillessen/FC Valencia (30 Jahre/51 Ländespiele) - Dumfries/PSV Eindhoven (23/10) ab 58. Pröpper/Brighton und Hove Albion (28/16), de Ligt/Juventus Turin (20/18), van Dijk/FC Liverpool (28/29), Blind/Ajax Amsterdam (29/65) - de Roon/Atalanta Bergamo (28/13) ab 58. Malen/PSV Eindhoven (20/1), de Jong/FC Barcelona (22/10), Wijnaldum/FC Liverpool (28/58) - Babel/Galatasaray Istanbul (32/59) ab 81. Ake/AFC Bournemouth (24/11), Depay/Olympique Lyon (25/49), Promes/Ajax Amsterdam (27/39). - Trainer: Ronald Koeman

Tore: 1:0 Gnabry (9.), 1:1 de Jong (59.), 1:2 Tah (66., Eigentor), 2:2 Kroos (73., Handelfmeter), 2:3 Malen (79.), 2:4 Wijnaldum (90.+1)

Gelbe Karten: Kimmich - Depay, de Roon

Schiedsrichter: Artur Soares Dias (Portugal)

Zuschauer: 51.299 (ausverkauft)