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DFB-Pokal: Überraschung in Regensburg, Sensation in Essen | BR24

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Bildrechte: picture-alliance/dpa

Im ersten Teil des Pokal-Achtelfinale ging es hoch her: Viertligist RW Essen besiegte sensationell den Bundesligisten Leverkusen. Dortmund hatte Mühe gegen Paderborn. Deren Trainer war nach dem Spiel außer sich. Auch der Bayern-Bezwinger siegte.

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DFB-Pokal: Überraschung in Regensburg, Sensation in Essen

An beiden Tagen des Pokal-Achtelfinales ging es hoch her: Viertligist RW Essen besiegte sensationell Leverkusen, Dortmund hatte große Mühe gegen Paderborn, Bayern-Bezwinger Kiel gewann und Jahn Regensburg kickte den 1. FC Köln aus dem Wettbewerb.

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Bayer Leverkusen ist der erste große Verlierer des DFB-Pokal-Achtelfinales. Der Vorjahresfinalist blamierte sich beim viertklassigen Favoritenschreck Rot-Weiss Essen durch eine sensationelle 1:2 (0:0, 0:0)-Pleite nach Verlängerung und schlittert immer tiefer in die Krise.

Leverkusen verspielt Führung

Dabei war Leverkusen nach vielen ungenutzten Chancen durch Leon Bailey (105.) sogar noch in Führung gegangen. Doch Oguzhan Kefkir (108.) und Simon Engelmann (117.) drehten die Partie in wenigen Minuten für die Gastgeber, die zuvor Bundesligist Arminia Bielefeld (1:0) und Zweitligist Fortuna Düsseldorf (3:2) ausgeschaltet hatten. "Ich bin sauer und enttäuscht", kommentierte Bayer-Trainer Peter Bosz das völlig unerwartete Aus für sein auch in der Bundesliga außer Tritt geratenes Team.

Stress in Dortmund

Vizemeister Borussia Dortmund gewann mit Mühe gegen Bundesliga-Absteiger SC Paderborn nach Verlängerung mit 3:2 (2:2, 2:0). Nach der vermeintlich sicheren Führung durch Emre Can (6.) und Jadon Sancho (16.) ließen sich die Borussen durch Julian Justvan (79.) und Prince Owusus Foulelfmeter (90.+7) noch in die Verlängerung zwingen, in der Erling Haaland (95.) das befreiende Siegtor gelang. Allerdings war dieses alles andere als unumstritten und abseitsverdächtig.

Dass Schiedsrichter Tobias Stieler die Szene nicht noch einmal selbst überprüfte, brachte Paderborns Trainer Steffen Baumgart auf die Palme: "Das ist eine Frechheit", sagte der Coach. "Langsam wird es lächerlich. Das ärgert mich, das hat keiner verdient. So machen wir uns zum Affen. Respekt bedeutet auch, sich den Scheiß anzugucken und eine Entscheidung zu treffen." Und er ergänzte als Seitenhieb auf Dortmund: "Es geht hier für uns um zwei Millionen. Ich bin keine Aktiengesellschaft, wir kämpfen um jede müde Mark."

Kiel wieder im Elfmeterschießen

Bayern-Bezwinger Holstein Kiel siegte im Zweitliga-Duell mit Darmstadt 98 wiederum im Elfmeterschießen durch ein 7:6 (1:1, 1:1, 0:0). Holsteins erste Führung durch Janni-Luca Serra (58.) hatte Serdar Dursun kurz nach Einwechslung vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit ausgeglichen und damit die Verlängerung für die Lilien erzwungen. Wie schon gegen den Rekordmeister behielt Kiel im Elfmeterschießen die Nerven.

Knapper 1:0-Sieg der Wölfe gegen Schalke

Im Bundesliga-Duell gewann der VfL Wolfsburg mit einem glanzlosen 1:0 gegen den FC Schalke 04. Pech für die Gäste: Schiedsrichter Felix Zwayer wertete Williams Tritt an der Strafraumgrenze als elfmeterreifes Foul - ein fragwürdiger Elfmeter! Schalke-Keeper Ralf Fährmann konnte den Strafstoß von Wout Weghorst zwar parieren, aber im Nachschuss traf der Wolfsburger Stürmer zum entscheidenden 1:0 (40.).

Leipzig überrollt Bochum

RB Leipzig fährt einen ungefährdeten 4:0-Sieg gegen den VfL Bochum ein, ohne sich zu verausgaben. Amadou Haidara erzielte das 1:0 in der 11. Spielminute, Marcel Sabitzer erhöhte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf 2:0 via Elfmeter. Yussuf Poulsen sorgte mit einem Doppelpack (66. + 75.) für den Endstand. Bisher hat die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann im Pokal noch keinen Gegentreffer hinnehmen müssen.

Regensburg steht erstmals im Pokal-Viertelfinale

Zweitligist Jahn Regensburg besiegte den 1. FC Köln im Elfmeterschießen und schrieb Vereinsgeschichte: Es war ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Oberpfälzer couragiert auftraten und ihre Comeback-Qualitäten zeigten. Die Mannschaft von Coach Mersad Selimbegovic drehte in einem packenden Cup-Fight einen 0:2-Rückstand und schaffte durch seine Nervenstärke im Elfmeterschießen zum ersten Mal den Einzug in die Runde der letzten acht Teams. Die Oberpfälzer bleiben als letzte bayerische Mannschaft weiter im Wettbewerb.

Gladbachs großer Traum lebt weiter

Bei Borussia Mönchengladbach lebt der große Traum vom ersten DFB-Pokalsieg seit 26 Jahren weiter. Die Mannschaft von Marco Rose zog durch ein hart erkämpftes 2:1 (1:1) gegen den Bundesliga-Konkurrenten VfB Stuttgart erstmals seit 2016 wieder ins Viertelfinale ein. Der VfB legte in einer engen Partie einen Blitzstart hin: Bereits nach 94 Sekunden erzielte Silas Wamangituka die Führung. Marcus Thuram glich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte für den dreimaligen Pokalsieger Gladbach aus (45.+1). Alassane Plea gelang nach einem dicken Patzer von VfB-Ersatzkeeper Fabian Bredlow das 2:1 (50.).

Das Pokal-Achtelfinale:

Werder Bremen - Greuther Fürth | 2:0 (1:0)

Rot-Weiss Essen - Bayer Leverkusen | 2:1 n.V. (0:0, 0:0)

Borussia Dortmund - SC Paderborn | 3:2 n.V. (2:0, 2:2)

Holstein Kiel - Darmstadt 98 | 7:6 n.E. (0:0, 1:1)

VfL Wolfsburg - Schalke 04 | 1:0

RB Leipzig - VfL Bochum | 4:0

Jahn Regensburg - 1. FC Köln | 6:5 n.E. (2:2, 2:2)

VfB Stuttgart - Borussia Mönchengladbach | 1:2