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Pokalknaller: FC Bayern schlägt Heidenheim knapp mit 5:4 | BR24

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Ein Pokalspiel, an das man noch lange denken wird: Der FC Bayern München quält sich in Unterzahl durch ein 5:4 gegen den starken Zweitligisten 1. FC Heidenheim ins Halbfinale des DFB-Pokals.

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Pokalknaller: FC Bayern schlägt Heidenheim knapp mit 5:4

Neun Tore, zwei Strafstöße und eine Rote Karte machten das Duell des FC Bayern gegen den 1. FC Heidenheim zu einem richtigen Pokalknaller. Den Einzug ins Halbfinale feierte am Ende das Team von Niko Kovac mit einem knappen 5:4-Erfolg.

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Der Einzug ins Halbfinale wurde für den FC Bayern zum kräftezehrenden Duell: Trainer Niko Kovac hatte seine Elf vor der vermeintlich leichte Aufgabe gewarnt: "Wir brauchen in jedem Spiel 100 Prozent." Deshalb setzte er Thomas Müller für den kränkelnden Robert Lewandowski an die Spitze seiner Startelf. Sven Ulreich ersetzte Manuel Neuer im Tor. Mit Herz, Leidenschaft und einem klaren Defensivkonzept ging das Team von Heidenheims Trainer Frank Schmidt in die Partie.

Goretzka trifft, Süle sieht Rot

Der Zweitligist startete mutig, doch die Bayern erhöhten schnell das Tempo und den Druck. Bis zur 11. Minute konnten die Heidenheimer gut dagegen halten, doch dann übersahen die Gäste in der Mitte Leon Goretzka, der aus kurzer Distanz zum 1:0 einköpfte. In der 16. Minute zog Niklas Süle gegen Robert Andrich nach Ansicht des Schiedrichters die Notbremse, dafür sah der Bayernstar, die Rote Karte. Den fälligen Freistoß hämmerte Marc Schnatterer an die Latte.

Heidenheim geht in Führung

Bayern in Unterzahl, dass beflügelte die Zweitligakicker. Nikola Dovedan (19.) versuchte es per Schuss aus 18 Metern, Ulreich musste sich strecken und konnte zur Ecke klären. Und immer wieder stürmte Schnatterer mutig nach vorne. Kovac zog die Konsequenz aus der Unterzahl und schickte Jérome Boateng für Frank Ribéry aufs Feld. Dennoch gelang dem 1. FC die zweite Überraschung. Nach einem Ballverlust von James kam Schnatterer an den Ball. Der Kapitän schickte seine Flanke an den langen Pfosten und Robert-Nesta Glatzel (27) macht den Ausgleich per Kopf perfekt. Die Münchner versuchten mit mehr Druck den nächsten Treffer zu landen. Doch Heidenheim hielt weiter dagegen und überraschte die Edelkicker erneut. Rafinha ließ sich von Griesbeck austanzen, der legte quer auf Schnatterer (39.). Der Kapitän versenkte die Kugel links unten im Bayern-Tor. Mit der Gäste-Führung ging es in die Pause.

© dpa-Bildfunk/Matthias Balk

Marc Schnatterer machte für Heidenheim ein starkes Spiel

Müller und Lewandowski drehen das Spiel

Kovac reagierte auf den Rückstand mit einem Wechsel. Kingsley Coman ersetzte Rafinha und Lewandowski kam für James Rodríguez. Die Bayern drückten aufs Tempo und schnell machte sich die Umstellung bezahlt. Lewandowski köpfte auf Müller und der machte das Tor. Nach 53 Minuten stand es 2:2 und nur drei Minuten später war das Spiel komplett gedreht. Dieses Mal hatte Müller für Lewandowski (56.) aufgelegt, der aus kurzer Distanz zum 3:2 für die Bayern einnetzte. Bei den Münchnern schien die Unterzahl keine Rolle mehr zu spielen. Es rollte Angriff um Angriff auf das Tor von Kevin Müller zu. Serge Gnabry drückte den Ball in der 66. Minute zu, 4:2 über die Linie.

Heidenheim meldet sich eindrucksvoll zurück

War Heidenheim schon geschlagen? Nein, Glatzel machte in der 74. Minute den 4:3-Anschlusstreffer klar. Nach einem Foul von Mats Hummels, verwandelte der Heidenheimer (77.) den Strafstoß und feierte mit dem 4:4 bereits seinen dritten Treffer. Glatzel und Griesbeck (82.) scheiterten an Ulreich. Ein Handspiel von Marnon Busch brachte dann den Elfmeter für die Bayern. Den verwandelte Lewandowski zur erneuten Führung. Es stand 5:4. Gnabry verpasste mit einem Lattentreffer den nächsten Torerfolg. Der Schlusspfiff machte das 5:4-Erfolg für den FC Bayern München fix.

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"Ich hätte lieber 1:0 gewonnen als 5:4", sagte FC Bayern-Coach Niko Kovac nach dem knappen Sieg im Pokalduell gegen den 1. FC Heidenheim.

Bayern München - 1. FC Heidenheim 5:4 (1:2)

München: Ulreich - Kimmich, Süle, Hummels, Rafinha (46. Coman) - Thiago - Gnabry, James (46. Lewandowski), Goretzka, Ribery (24. Jerome Boateng) - Thomas Müller. - Trainer: Kovac

Heidenheim: Kevin Müller - Busch, Mainka, Beermann, Theuerkauf (73. Thomalla) - Dorsch (52. Feick), Griesbeck, Andrich - Schnatterer (66. Multhaup), Dovedan - Glatzel. - Trainer: Schmidt

Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)

Tore: 1:0 Goretzka (12.), 1:1 Glatzel (26.), 1:2 Schnatterer (39.), 2:2 Thomas Müller (53.), 3:2 Lewandowski (55.), 4:2 Gnabry (66., nach Videobeweis), 4:3 Glatzel (74.), 4:4 Glatzel (77., Foulelfmeter), 5:4 Lewandowski (84., Handelfmeter)

Zuschauer: 75.000 (ausverkauft)

Beste Spieler: Lewandowski, Gnabry - Schnatterer, Glatzel

Rote Karte: Süle nach einer Notbremse (15., nach Videobeweis)

Gelbe Karten: Lewandowski (2) - Dorsch (2), Griesbeck, Beermann