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DFB-Frauen: Im WM-Achtelfinale noch eine Schippe drauflegen | BR24

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Hochsommerliche Temperaturen, eindrucksvolles Alpenpanorama und jede Menge Ruhe: In beschaulicher Bergidylle machen sich die deutschen Fußballerinnen bereit für die heiße Phase des WM-Gipfelsturms.

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DFB-Frauen: Im WM-Achtelfinale noch eine Schippe drauflegen

Bei der Fußball-WM bereiten sich die deutschen Frauen auf die K.o.-Runde vor. Der Gegner für das Achtelfinale in Grenoble steht noch nicht fest. Klar ist, dass wir "noch ein, zwei Schippen drauflegen müssen", so Abwehrspielerin Carolin Simon.

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Die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg trifft am Samstag (17.30 Uhr) in Grenoble auf einen der besten Gruppen-Dritten (Gruppe A, C, D). Am wahrscheinlichsten ist momentan, dass der Gegner aus der Gruppe D kommt. Das wäre dann Argentinien, das sich in der letzten Minute beim 3:3 gegen Schottland den dritten Platz sicherte. "Für mich macht es gerade keinen Sinn zu rechnen, weil mehrere Gegner in Frage kommen", so Mittelfeldspielerin Lina Magull vom FC Bayern München. In den Gruppen A und C stehen Nigeria und Brasilien als Gruppendritte und somit mögliche Deutschland-Gegner bereits fest.

Spielerisch einen Schritt nach vorne gemacht

Nach neun Punkten aus drei Gruppenspielen ohne Gegentor sieht sich Olympiasieger Deutschland auf einem guten Weg. "Wir haben spielerisch einen Schritt nach vorne gemacht, aber trotzdem sind wir natürlich noch nicht zufrieden", sagte Linksverteidigerin Carolin Simon im Rückblick auf das 4:0 (3:0) gegen Südafrika.

Trotz Fußball-Magerkost gegen China und Spanien (1:0) ist das Selbstbewusstsein gestiegen. "Ich bin von der Mannschaft überzeugt. Wir wissen alle, dass wir gegen Topgegner noch ein, zwei Schippen drauflegen müssen", erklärte die 26-Jährige von Olympique Lyon. Dass Deutschland anders als andere Mitfavoriten noch keine großen Glanzlichter setzen konnte, sei nicht zwingend ein Nachteil: "Wir sind nicht undankbar, wenn wir die Favoritenrolle weitergeben können."

In der Spielpause bis zum nächsten Anpfiff will man im Training noch sicherer werden: "Es gibt ja noch ein paar Einheiten bis zum Spiel", sagte Magull, betonte aber auch: "Die Spielsituation lässt sich einfach nicht simulieren."

Lockerheit ist wichtig

Simon und Magull sorgen derweil im WM-Kader für gute Stimmung. "Es stimmt, wir sind eher die Spaßigen", sagte Simon: "Das wird in der Mannschaft auch geschätzt. Diese Lockerheit ist auch wichtig." Gerade für Spielerinnen, die wie Simon und Magull in den bisherigen Spielen auch schon auf der Ersatzbank Platz nehmen mussten. Denn Voss-Tecklenburg nutzt gerne die Breite ihres jungen Kaders.

Von den 20 Feldspielerinnen kamen bereits 17 zum Einsatz. Nur Offensivspielerin Turid Knaak, Außenverteidigerin Leonie Maier und Innenverteidigerin Johanna Elsig durften noch nicht spielen. Ob Ersatzspielerin oder Stammkraft: Das Team-Motto "Allez maximal" soll die DFB-Auswahl auch bei der ersten Bergetappe ihrer "Tour de France" erfolgreich ins Ziel bringen. "Martina hat das anfangs in den Raum geworfen, wir können uns damit identifizieren", sagte Magull zum Schlachtruf, "und wir versuchen, das auch so zu leben."