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DFB: EM-Planungen laufen auf Hochtouren | BR24

© picture-alliance/dpa

Joachim Löw

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    DFB: EM-Planungen laufen auf Hochtouren

    Bei der deutschen Nationalmannschaft laufen die Planungen für die EM 2020 nach der erfolgreichen Qualifikation auf Hochtouren. Bundestrainer Joachim Löw gibt sich sieben Monate vor Turnierbeginn aber noch gelassen.

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    Joachim Löw schläft noch gut. "Ich wache nachts nicht auf und denke an die Europameisterschaft", sagte der Bundestrainer vor dem Abschluss der EM-Qualifikation heute in Frankfurt/Main gegen Nordirland (Beginn: 20.45 Uhr/B5 aktuell überträgt die Partie live in voller Länge). Über das Turnier in sieben Monaten mache er sich aktuell "noch nicht so viele Gedanken."

    Löws Wunsch: Hochkarätige Testgegner

    Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) laufen die Planungen für die paneuropäische EM (12. Juni bis 12. Juli) allerdings schon auf Hochtouren. Um Löws Forderung nach den "stärksten Gegnern, die man bekommen kann" zu erfüllen, steht im März ein Länderspiel beim ehemaligen Welt- und Europameister Spanien auf dem Programm. Der zweite Gegner wird noch gesucht, der WM-Dritte Belgien ist ein heißer Kandidat.

    Für Löw ist der Lehrgang im März von enormer Bedeutung. "Da kann man sich ein gutes Gefühl holen", sagte Mittelfeldstratege Toni Kroos. Es sind die letzten beiden Spiele vor der Nominierung seines erweiterten EM-Kaders im Mai. "Ich weiß noch nicht, was nächstes Jahr sein wird und welche Form die Spieler mitbringen", sagte Löw und hielt sich bei seinen Personalplanungen bedeckt: "Jetzt zu sagen, wer im März im Kader ist, ist schwierig." Aber: "Wir werden alles auf die Spiele im März und die Vorbereitung fokussieren."

    EM-Favoriten sind andere

    Besonders die zuletzt verletzten Spieler bereiten dem 59-Jährigen Kopfzerbrechen. Daher hält Löw den Ball mit Blick auf das Turnier flach. "Aktuell", betonte der Weltmeistercoach von 2014, "gehören wir nicht zum Favoritenkreis." England, Spanien, Frankreich, Italien und die Niederlande seien in ihrer Entwicklung weiter. "Es ist aber nicht undenkbar, dass man das auch aufholen kann", sagte Löw. Zu hohe Erwartungen würden seiner sich im Umbruch befindenden Mannschaft aber nicht helfen.

    Nach der Auslosung am 30. November in Bukarest weiß Löw immerhin, gegen welche Gegner es bei der Wiedergutmachung für das WM-Debakel in der Vorrunde geht. Dementsprechend kann er in seinen Planungen den nächsten Schritt machen.

    DFB-Team holt sich Feinschliff in Österreich

    Den Feinschliff will sich der dreimalige Europameister dann ab Ende Mai im österreichischen Seefeld holen. "Das Trainingslager ist ein wichtiger Schlüssel für ein erfolgreiches Turnier. Da gilt es, sich einzuspielen, Automatismen zu festigen, aber sich auch jenseits des Platzes zu verstehen", sagte Löw. Die Voraussetzungen in Seefeld hätten ihn "absolut überzeugt."

    Ein Länderspiel in Basel gegen die Schweiz ist in dieser Zeit geplant. "Wir brauchen jede Minute, um uns einzuspielen. Die Arbeit direkt vor dem Turnier ist wichtig", sagte Kroos. Ein Gegner für die EM-Generalprobe wird daher noch gesucht. Bis dahin wird Löw aber noch einige ruhige Nächste verbringen.