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Andreas Wolff (r.) beim Siebenmeter
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Margot Lamparter
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Andreas Wolff (r.) beim Siebenmeter

Kroatien hatte den besseren Start, doch das Team von Christian Prokop hielt dem Druck stand und konnte auch dank ihres Abwehr-Bollwerks mit dem bärenstarken Torhüter Andreas Wolff am Ende den Erfolg feiern. Damit kann der DHB-Auswahl das Ticket für das Halbfinale am Freitag in Hamburg vor dem abschließenden Hauptrundenspiel am Mittwoch (20.30 Uhr/ARD) gegen Spanien nicht mehr genommen werden. "Sensationell! Es war ein hart umkämpftes Spiel", sagte der nachnominierte Kai Häfner. "Es ist eine schöne Anspannung, die man da hat", ergänzte Fabian Wiede.

"Es war heute eine ganz harte Prüfung." Trainer Christian Prokop

Strobel schwer verletzt

Für Kroatien machte Igor Karacic mit dem ersten Angriff das erste Tor. Luca Stepancic legte gleich noch zur 2:0-Führung nach. Bevor die Kroaten weiter punkten konnten, gelang Uwe Gensheimer der Anschlusstreffer. Auf beiden Seiten gab es kein einfaches Durchkommen, die Abwehrreihen waren gut sortiert. Nach zehn Minuten verletzte sich Martin Strobel, der zentrale Regisseur im Spielaufbau der DHB-Auswahl, beim Stand von 3:2 für die Kroaten. Bitter für das deutsche Team - Strobel musste raus. Noch am Abend gab es die niederschmetternde Diagnose: Der Spielmacher hat sich das Innenband als auch das Kreuzband im linken Knie gerissen.

Das Team von Prokop war nur kurz geschockt. Das Spiel allerdings weiter sehr hektisch mit zahlreichen Zeitstrafen. Beim Stand von 5:4 hatte Genheimer die Chance per Siebenmeter auszugleichen, traf aber nur den Pfosten. Ein Spiel auf Augenhöhe. "Hinten cleverer sein", forderte Trainer Prokop in der Auszeit. Nach 23 Minuten stand es 8:8. Gensheimer erhöht per Siebenmeter auf 9:8. Kurz darauf fing Wiencek den Ball ab und warf ihn über die Spieler ins leere Tor der Kroaten. Deutschland lag mit zwei Toren vorne. Doch die Kroaten kamen wieder heran, das deutsche Team konnte nicht alles Chancen verwerten. Nach einer Parade von Tormann Andreas Wolff ging es mit einem verdienten 11:11 in die Pause.

Steffen Fäth in Aktion gegen Kroatiens Igor Karacic (l) und Zeljko Musa.

Steffen Fäth in Aktion gegen Kroatiens Igor Karacic (l) und Zeljko Musa.

Es blieb eng

Den ersten Treffer machte nach der Pause Fabian Böhm, Manuel Strlek glich in Unterzahl aus. Und Böhm legte nach. Trotz Jubel war die Chancenverwertung des deutschen Teams weiterhin nicht optimal. Kapitän Gensheimer verwandelte den nächsten Strafstoß zum 14:13. Kai Häfner erhöhte zur zwei Punkte Führung. Nach 45 Minuten lag dann das deutsche Team drei Punkte vorne - das 18:15 durch Wiede. "Jungs, noch ne Viertelstunde bis zum Halbfinale", feuerte Prokop die Spieler an.

Doch das Team von Trainer Lino Cervar schaffte den Ausgleich, auch weil das Prokop-Team zu viele Chancen liegen ließ. Und dann war's passiert. Nach einem Torwarttausch kassierte Slivio Heinevetter den Führungstreffer der Kroaten. Ein packendes Finish - Wiede glich aus, Sipic überwand Heinevetter. Prokop brachte Wolff zurück ins Tor. Steffen Fäth glich aus, Wolff hielt gegen Duvnjak und Pekeler hämmerte den Tempogegenstoß ins Netz. Gensheimer machte die 22:20-Führung perfekt. Der Anschlusstreffer durch Horvat, reichte den Kroaten nicht, das Spiel noch einmal zu drehen.

Christian Prokop feiert den Sieg des DHB-Teams

Christian Prokop feiert den Sieg des DHB-Teams