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Deutsche Fußballklubs lehnen europäische Super-Ligen ab | BR24

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Die deutschen Profi-Fußballklubs lehnen eine Reform der europäischen Wettbewerbe einstimmig ab. Auch der FC Bayern München und Borussia Dortmund votierten gegen ein vor kurzem vorgestelltes Modell mit drei europäischen Super-Ligen.

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Deutsche Fußballklubs lehnen europäische Super-Ligen ab

Die deutschen Profi-Fußballklubs lehnen eine Reform der europäischen Wettbewerbe einstimmig ab. Auch der FC Bayern München und Borussia Dortmund votierten gegen ein vor kurzem vorgestelltes Modell mit drei europäischen Super-Ligen.

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"Das vorgestellte Konzept hätte fatale Konsequenzen für die nationalen Ligen in Europa. Deren Zukunft wäre massiv gefährdet", sagte Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL) nach einer DFL-Mitgliederversammlung in Offenbach. Die europäische Fußball-Klubvereinigung ECA hatte Ende März Pläne zur Neuordnung der Champions League ab 2024 bestätigt.

Drei europäische Ligen, 24 Top-Teams gesetzt

Im Wesentlichen sehen die Reformpläne drei europäische Ligen vor, die die bisherigen Wettbewerbe ersetzen. In den Ligen eins und zwei spielen jeweils 32 Mannschaften, in Liga drei 64 Teams - die sich ausschließlich über die nationalen Meisterschaften qualifizieren. Der größte Aufreger bei den angedachten Plänen: Die besten 24 Teams sind in Liga eins quasi gesetzt. Nur vier Teams kommen in jeder Saison aus dem Pool der nationalen Meister, weitere vier Teams über den Aufstieg aus der 2. Liga.

Natürlich geht's bei der Neuordnung vor allem ums Geld durch TV-Einnahmen. Durch den Modus mit vier Achtergruppen vor der K.o.-Phase in den ersten beiden Ligen hätte jedes Team 14 statt bisher sechs Gruppenpartien, gespielt würde auch an Wochenenden - die nationalen Ligen müssten ihre Spielpläne umkrempeln.

"Bei allen Topligen herrscht die Meinung, dass dieses Konzept nicht kommen darf. Mit Blick auf uns haben sich der FC Bayern und der BVB auch eindeutig dagegen ausgesprochen", erklärte Seifert: "Spiele am Wochenende sind wohl vom Tisch. Aber ich habe dennoch den Eindruck, dass die Vordenker der ECA die Dinge nicht zu Ende gedacht haben."

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Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL), über die Pläne zur Einführung einer europäischen Superliga und die Rolle von FC Bayern München und Borussia Dortmund, die gegen die aktuellen Reformpläne sind.

DFL-Chef Seifert: Nationale Ligen "Herzkammern des Fußballs in Europa"

Nicht nur die DFL hofft nun auf die UEFA und deren Präsidenten Aleksander Ceferin: "Ich habe Aleksander Ceferin als jemanden kennengelernt, der das gesamte Bild im Auge hat. Ich habe deshalb keinen Anlass zu glauben, dass die Reform widerstandslos durchgeht", so Seifert weiter: "Das kann niemals im Interesse der UEFA sein. Ich bin davon überzeugt, dass die UEFA um die Bedeutung der nationalen Ligen als Herzkammern des Fußballs in Europa weiß."