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Die deutsche Biathlon-Damenstaffel nach Platz zwei in Oberhof
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Die deutsche Biathlon-Damenstaffel nach Platz zwei in Oberhof

Nachdem das Team im ersten Staffelrennen des Winters in Hochfilzen nur auf Platz sieben gelandet war, wollten die sonst so erfolgsverwöhnten deutschen Biathletinnen in Oberhof unbedingt besser abschneiden. Am Ende landeten sie auf Rang zwei, 33,5 Sekunden hinter den Russinnen. Rang drei ging an Tschechien (+36,7 Sekunden).

Für die Startläuferin der deutschen Staffel, Karolin Horchler, gab es gleich zu Beginn eine Schrecksekunde. Nach einem Sturz lief sie zunächst am Ende des Feldes, behielt aber die Nerven. Horchler (drei Nachlader) wechselte als Dritte auf Franziska Hildebrand mit einem Rückstand von 23,3 Sekunden auf die bis dahin führenden Italienerinnen. Hildebrand hatte zunächst Pech: Sie blieb an einem Begrenzungshütchen hängen und überschlug sich. Allerdings konnte sie sich kurz darauf aufraffen und blieb dran.

Nach zwei starken Schießleistungen ohne Nachlader setzte sie sich an die Spitze und übergab auf Franziska Preuß mit einem Vorsprung von 14 Sekunden. Die Oberbayerin Preuß musste dreimal nachladen und ging nach dem zweiten Schießen als zweite auf ihre letzte Runde hinter der Russin Larisa Kuklina. Preuß jedoch arbeitete sich in einer starken Schlussrunde wieder nach vorne und wechselte hauchzart vor Kuklina. Schlussläuferin Denise Herrmann schoss schnell, musste aber beim Stehendschießen gleich zweimal in die Strafrunde. Den daraus resultierenden Rückstand konnte sie nicht mehr aufholen.

"Wir schauen jetzt nach vorne und da gibt dieses Ergebnis ganz viel Mut für die kommenden Rennen". Franziska Preuß

Deutsche Herren: zwei Strafrunden, 17 Nachlader

Dagegen enttäuschten die deutschen Herren in Oberhof auf Platz acht. "Bei zwei Strafrunden und 17 Nachladern ist einfach nicht mehr drin", sagte Bundestrainer Mark Kirchner. Doch trotz des schlechtesten deutschen Staffelrennens bei den Herren seit Platz neun beim Weltcup in Hochfilzen am 14. Dezember 2008 blieb er versöhnlich: "Aber es bleibt das Positive dieser Tage hängen. Wir haken das ab und gehen optimistisch in die nächste Woche."

Überzeugend war eigentlich nur der frischgebackene Papa Erik Lesser, der am Samstag wegen der Geburt seiner Tochter pausiert hatte. Der Thüringer Lokalmatador überzeugte als Startläufer. Der formschwache Simon Schempp erlebte jedoch wie Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer einen rabenschwarzen Tag: Beide handelten sich eine Strafrunde ein, Schlussläufer Benedikt Doll vermied die Extraschleife nur in höchster Not. Der Rückstand betrug am Ende deutliche 2:54,9 Minuten auf die siegreichen Russen, Rang zwei ging an Frankreich (1:01,1 Minuten zurück) vor Österreich (2:18,6).

Nächster Stopp: Ruhpolding

Schon in der kommenden Woche steht der nächste Weltcup in Deutschland auf dem Programm. Die Biathletinnen und Biathleten ziehen weiter ins bayerische Biathlon-Mekka Ruhpolding.

Video: Ruhpolding - das Biathlon-Mekka. Ein Blick zurück auf 40 Jahre Spitzensport

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B5 Sport vom 13.01.2019 - 15:05 Uhr