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Designierter Hoeneß-Nachfolger Hainer ist Niederbayer | BR24

© pa/FrankHoermann/SVEN SIMON

Fotomontage: Herbert Hainer wurde als FC Bayern Präsident-Nachfolger nominiert

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Designierter Hoeneß-Nachfolger Hainer ist Niederbayer

Der FC Bayern hat Herbert Hainer als Nachfolger für Uli Hoeneß nominiert. Der heute 65-Jährige kommt aus Niederbayern und spielte beim FC Dingolfing. Hin und wieder schaut er in seiner Heimat vorbei, erzählt ein ehemaliger Weggefährte.

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Der Verwaltungsbeirat des FC Bayern hat einen Nachfolger für Uli Hoeneß im Amt des FC Bayern-Präsidenten vorgeschlagen: Herbert Hainer soll den Posten übernehmen. Der 65-Jährige kommt aus Niederbayern und hat dort lange für den FC Dingolfing gespielt.

"Top-Stürmer und bei jedem beliebt"

Hainer sei ein richtig guter Außenstürmer gewesen, erzählt Reinhard Otto, der amtierende 1. Vorsitzende des FC Dingolfing.

"Wir haben damals Bezirksliga gespielt. Er war ein Top-Stürmer und hat uns in die Landesliga hoch geschossen." Reinhard Otto, 1. Vorsitzender des FC Dingolfing

Das war in den Jahren 1975 bis 1978. Damals war Hainer Anfang 20. Reinhard Otto erinnert sich genau an den heutigen Topmanager.

"Der war fußballnarrisch und bei jedem beliebt." Reinhard Otto, 1. Vorsitzender des FC Dingolfing

Eigentlich wollte Herbert Hainer Fußballprofi werden. Doch daraus wurde nichts. Stattdessen fand der Niederbayer einen anderen Weg in die Welt des Fußballs und stieg im wirtschaftlichen Bereich bald in die erste Liga der deutschen Topmanager auf.

© BR24

Eigentlich wollte der designierte FC-Bayern-Präsident Profifußballer werden. Ein Besuch in Hainers Heimat in Niederbayern.

"Ehrgeizig und enorm fleißig"

Nach seinem Betriebswirtschaftsstudium stieg er als Marketing-Manager beim US-Konzern Procter & Gamble ein. 1987 wechselte er dann zu Adidas, wo er 2001 Vorstandsvorsitzender wurde. In seinen 15 Jahren als Adidas-Chef vervielfachte er den Umsatz des fränkischen Sportartikelherstellers. Als Konzernchef galt er als ehrgeizig und enorm fleißig.

Diese Tugenden bestätigt auch sein ehemaliger Weggefährte Reinhard Otto. Er sagt, Hainer sei der richtige Mann für die Hoeneß-Nachfolge, trotz seines Alters - Er habe sehr viel Ahnung.

"Er wird noch einige Jahre mitwirken, er hat keine Krankheiten. Außerdem war er schon immer im Vorstand dabei. Da sehe ich null Probleme" Reinhard Otto, 1. Vorsitzender des FC Dingolfing

Hainer und Hoeneß - eine enge Freundschaft

Durch die vielen Jahre der Zusammenarbeit zwischen dem FC Bayern und Adidas, sind Herbert Hainer und Uli Hoeneß Freunde geworden, heißt es. "Im Laufe der Zeit ist man sich nähergekommen, man trifft sich auch mal privat", sagte Hoeneß in einem Interview im September 2018 mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". In schweren Zeiten standen sich beide bisher immer zur Seite. So besuchte Hainer Hoeneß nach dessen Verurteilung "als einer der ersten" im Gefängnis und Hoeneß stand Hainer nach dem Tod seiner Tochter bei.

Hainer ist mit 65 gerade mal zwei Jahre jünger als Hoeneß. Beide stammen aus kleinen Verhältnissen, ihre Väter waren Metzger. Geboren ist Hainer in Dornwang (Lkr. Dingolfing-Landau). Nach Dingolfing kommt der Topmanager noch hin und wieder, sagt sein ehemaliger Weggefährte Otto.

"Man trifft ihn das ein oder andere Mal, seine Frau sei ja Dingolfingerin." Reinhard Otto, 1. Vorsitzender des FC Dingolfing

Engagement im deutschen Fußball

Auch abseits vom FC Bayern und seiner Freundschaft mit Hoeneß engagiert sich Hainer in der Fußballwelt. Dem Ex-Adidas-Chef war Mitte dieses Jahres sogar der Posten des DFB-Präsidenten angeboten worden. Diesen lehnte er allerdings ab.

Neustart Mitte November

Am 29. August kündigte Uli Hoeneß an, dass er sich nicht mehr zur Wahl des Präsidenten des FC Bayern München stellen werde. Der Verwaltungsbeirat des Clubs hat nach eingehender Beratung einstimmig entschieden, den Mitgliedern des Vereins Herbert Hainer als Kandidat für das Amt des Präsidenten vorzuschlagen. Am 15. November wird Hoeneß in der ersten Aufsichtsratssitzung nach der Hauptversammlung den Vorsitz in diesem Gremium zur Verfügung stellen, heißt es.