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Derbypleite verschärft Club-Krise | BR24

© picture-alliance/dpa

Fürth-Jubel in Nürnberg

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    Derbypleite verschärft Club-Krise

    Der 1. FC Nürnberg zeigte eine engagierte Leistung im Derby, kämpfte gegen die SpVgg Greuther Fürth, steht aber am Ende wieder mit leeren Händen da. Die Gäste hatten die glücklicheren Aktionen, die letztlich zum 2:1-Sieg reichten.

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    Sowohl der Club als auch die Fürther gingen mit ernüchternden Niederlagen in die 261. Ausgabe des traditionsreichen Duells. Während das Team von Stefan Ruthenbeck mit dem Sieg gegen Nürnberg die jüngste Enttäuschung gegen die Kickers vergessen ließ, strauchelt der 1. FC Nürnberg immer weiter in die Krise. Alois Schwartz gerät immer mehr unter Druck. Der 49-Jährige, der erst seit Saisonbeginn das Traineramt inne hat, ist mit dem Club mittlerweile seit sechs Ligaspielen sieglos. Er legte den schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte hin, mit 17 Gegentoren stellt sein Team die Schießbude der Liga.

    Fürth stellt Spielverlauf auf den Kopf

    Dabei hatten sich Schwartz und seine Spieler so viel vorgenommen - sie wollten ohne Angst in das Derby gehen und unbedingt gewinnen. Das spiegelte sich auch von Beginn an in der Partie wieder. Die Hausherren gingen bissig in die Zweikämpfe, hatten mehr Spielanteile als die Kleeblättler und erspielten sich die besseren Chancen. In der 22. Minute köpfte Tim Matavz nach einem Eckball von Kevin Möhwald aus fünf Metern an den Querbalken. Die erste halbe Stunde gehörte dem Club. Umso deprimierender der 0:1-Rückstand in der 40. Minute: Fürths Niko Gießelmann flankte von der linken Strafraumkante, traf die Latte. Von dort sprang der Ball zu Sebastian Freis, der von rechts noch einmal nach innen zum zentral am Fünfmeterraum stehenden Serdar Dursun köpfte. Der Stürmer vollendete mit einem Seitfallzieher zum 1:0.

    2:0 für die SpVgg

    Auch nach dem Seitenwechsel setzten die Nürnberger auf Pressing und zerstörten früh den Spielaufbau der Gäste. Der Ausgleich wäre weitaus verdienter gewesen als die 2:0-Führung der Ruthenbeck-Elf, die in der 54. Minute fiel: Daniel Steininger zog am rechten Strafraumeck mit rechts ab, die Kugel wurde von Laszlo Sepsi unglücklich abgefälscht und segelte über Club-Keeper Thorsten Kirschbaum hinweg ins linke Eck.

    Nürnberg gab auch nach dem 0:2 nicht auf, drängte auf den Anschlusstreffer, ließ Fürth nicht ins Spiel kommen. Aber das ersehnte Tor fiel erst in der dritten Minute der Nachspielzeit durch Guido Burgastaller - zu spät für eine Punkteteilung.