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Der VfB Stuttgart verpasst Nürnberg den nächsten Dämpfer | BR24

© dpa-Bildfunk/Thomas Kienzle

Stuttgarts Wataru Endo spielt gegen Nürnbergs Lukas Jäger

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    Der VfB Stuttgart verpasst Nürnberg den nächsten Dämpfer

    Der 1. FC Nürnberg muss weiter auf den Befreiungsschlag warten. Gegen Stuttgart ging der Club zunächst in Führung, überließ das Tore schießen dann allerdings den Gastgebern. Die Spielbilanz: Der VfB gewann das Duell klar mit 3:1.

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    "Wir haben drei Tore bekommen, das war natürlich nicht unser Ziel", sagte Nürnbergs Fabian Schleusener nach der Niederlage im Sky-Interview. "In der ersten Halbzeit ging unser Plan auf", analysierte dagegen Trainer Jens Keller, der mit einigen Schiedsrichterentscheidungen haderte. "Es wurde mit zweierlei Maß gemessen." Sein Fazit: "Ärgerlich".

    Die aktuelle Club-Bilanz ist ernüchternd: Der 1. FC Nürnberg hat nach 16 Spieltagen weiter nur magere 15 Zähler auf dem Konto vorzuweisen und ist 16.. Coach Keller, der erst seit dem 12. November im Amt ist, muss jetzt schnell Lösungen finden, um den Abwärtstrend zu stoppen. Während die Schwaben punktemäßig mit dem Tabellenzweiten Hamburg gleichziehen konnten, bleiben die Franken nach der siebten Saisonpleite Drittletzter.

    Frey bringt Club in Führung

    Der Club wollte in Stuttgart einen echten Befreiungsschlag landen. Und das Team von Jens Keller konnte tatsächlich vorlegen. Michael Frey nutzte nach zunächst offensiver Magerkost in der 10. Minute die erste dicke Chance des Spiels. Der Schweizer jagte den Ball aus gut zwölf Metern per rechten Spann zur 1:0-Führung unter den Querbalken. Die Gastgeber unter Druck, Nürnberg versuchte nachzulegen.

    Stuttgart trifft, doch die Tore zählen nicht

    Das Spiel steigerte sich in der Dramaturgie. Bis zur 27. Minute hatten die Schwaben keinen Torschuss abgegeben. Und dann traf Wataru Endo (30.) zum Ausgleich. Doch Schiedsrichter Robert Schröder erklärte den Treffer nach Videostudie für ungültig. Mario Gomez hatte im Vorfeld ein Offensivfoul an Behrens begangen und deshalb blieb es vorerst bei der Nürnberger Führung.

    Nur sechs Minuten später versenkte dann Gomez den Ball per Kopf im Tor von Felix Dornebusch, doch dieses Mal war es Abseits. Die Chancen waren jetzt auch für Stuttgart da. In der 39. Minute vergab Philipp Förster eine reguläre Chance, als er freistehend den FCN-Keeper anschoss. Deshalb gingen die Gäste aus Franken mit einem schmeichelhaften 1:0 in die Pause.

    Stuttgart dreht das Spiel

    VfB-Coach Tim Walter reagierte auf den Rückstand und wechselte: Silas Wamangituka kam als Joker für Kapitän Daniel Didavi. Das Spiel verlagerte sich in den Nürnberger Strafraum. Die Wende brachte dann allerdings ein Handspiel von Enrico Valentini. Den Strafstoß verwandelte Wamangituka (58.) sicher in der rechten Ecke. Nur eine Minute später legte dann Gomez nach. Castro hatte einen aufspringenden Ball im offensiven Zentrum per Kopf in den Lauf von Gomez (59.) verlängert. Der schob das Leder aus halblinker Position eiskalt unten rechts ein.

    Innerhalb von zwei Minuten hatte Stuttgart den Spielstand auf 2:1 gedreht. Die Franken blieben dran. Felix Lohkemper (67.) verpasste das 2:2 nur um wenige Zentimeter. Der Ex-Magdeburger setzte den Spielball nur hauchdünn neben den rechten Pfosten. Erfolgreicher waren allerdings die Gastgeber. Nach einem Doppelpass mit Gomez überwand Philipp Förster Dornebusch mit einem Linksschuss durch die Beine und erhöhte zum 3:1-Endstand.

    VfB Stuttgart - 1. FC Nürnberg 3:1 (0:1)

    Stuttgart: Bredlow - Stenzel, Phillips, Badstuber, Sosa (78. Mangala) - Endo - Castro, Ascacibar - Didavi (46. Wamangituka), Förster - Gomez (81. Al Ghaddioui). - Trainer: Walter

    Nürnberg: Dornebusch - Valentini, Sörensen, Mühl, Handwerker - Jäger (76. Dovedan) - Behrens, Geis (61. Petrak) - Schleusener (71. Kerk), Lohkemper - Frey. - Trainer: Keller

    Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover)

    Tore: 0:1 Frey (10.), 1:1 Wamangituka (58., Handelfmeter nach Videobeweis), 2:1 Gomez (59.), 3:1 Förster (72.)

    Zuschauer: 48.971

    Beste Spieler: Endo, Gomez - Frey, Dornebusch

    Gelbe Karten: Castro (4), Endo - Sörensen (2) Erweiterte Statistik (Quelle: deltatre): Torschüsse: 14:9 Ecken: 7:3 Ballbesitz: 69:31 Prozent Zweikämpfe: 122:101