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DFB-Präsident Fritz Keller

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    Der Druck auf DFB-Präsident Keller wächst

    Der Ärger über den Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes, Fritz Keller, ist weiter gewaltig. Jetzt haben die Regional- und Landesverbände des DFB ihre Rücktrittsforderung bekräftigt. Sie wollen eine Amtsenthebung.

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    • BR24 Redaktion

    Die Chefs der Regional- und Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) haben ihren Rücktrittsaufruf an Fritz Keller wiederholt. Sie fordern den DFB-Vorstand zur Amtshebung des Präsidenten auf. Das teilte der DFB am Freitagabend mit. Zuvor hatte Keller in seiner ersten offiziellen Stellungnahme nach dem Misstrauensvotum des Amateurlagers erneut um Verzeihung gebeten. Zurücktreten will er aber nicht.

    Klares Votum gegen Keller

    In einer außerordentlichen Sitzung forderten die Chefs der Regional- und Landesverbände mit 33 Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen, dass Keller sein Amt aufgibt, um "weiteren Schaden vom DFB abzuwenden".

    Das DFB-Präsidium solle eine Sitzung des Vorstands einberufen auf der Keller gemäß DFB-Satzung von seiner Tätigkeit als Präsident des Deutschen Fußball Bundes enthoben werde. Dafür gab es 31 Ja-Stimmen.

    Die Landeschefs im DFB hatten Keller am vergangenen Sonntag das Vertrauen entzogen. Der 64 Jahre alte Verbandspräsident hatte seinen Vizepräsidenten Rainer Koch im April bei einer Präsidiumssitzung mit Nazi-Richter Roland Freisler verglichen. Später entschuldige er sich.

    Keller will bleiben

    Der DFB-Präsident hatte heute in einer Stellungnahme klargestellt, dass er sein Amt nicht aufgeben will. Er respektiere das Votum der Konferenz der Regional- und Landesverbände und nehme dieses sehr ernst, erklärte der 64-Jährige. Zugleich stellte er klar: Er werde sich den anstehenden Diskussionen nicht entziehen. Er sei angetreten "für mehr Transparenz im DFB und seinen Gremien."

    Auch Seehofer ist sauer

    Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer, dessen Ministerium für den Bereich Sport zuständig ist, sah sich heute zu einer Stellungnahme veranlasst. Er versuchte, die Spitzen des deutschen Fußballs zur Räson zu rufen. "Es wird Zeit, dass die Sportverbände dieses jämmerliche Schauspiel beenden", sagte Seehofer der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle Sportfreunde", fügte er hinzu.

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