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Der 1. FC Nürnberg wehrt sich gegen den Abgesang | BR24

© picture-alliance/dpa

Enttäuschte Nürnberger Spieler

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    Der 1. FC Nürnberg wehrt sich gegen den Abgesang

    Elf Spiele ohne Sieg, vier Spiele ohne eigenes Tor: Nach dem 0:1 gegen den SC Freiburg wartet auf den 1. FC Nürnberg eine quälende Frustverarbeitung in der Winterpause. Nur ein Kraftakt kann das Schlusslicht vor dem direkten Absturz bewahren.

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    Gegen einen Abgesang auf den 1. FC Nürnberg wehrte sich Verteidiger Robert Bauer entschieden. "Sollen wir jetzt eine Abschiedstour machen in der Rückrunde? Sollen wir aufhören zu spielen?», entgegnete Bauer auf Fragen zu einem wahrscheinlichen Abstieg gereizt. Der 23-Jährige beteuerte: "Es gibt keinen in der Kabine, der den Kopf hängen lässt. Wir wissen, wir haben alles in der eigenen Hand. Wenn wir eine gute Rückrunde spielen, ist noch nichts verloren."

    Trainer Michael Köllner wirkte kurz nach dem bitteren 0:1 (0:1) gegen den SC Freiburg allerdings durchaus niedergeschlagen. "Wir", sagte der Aufstiegscoach angefasst, "gehen riesig enttäuscht in die Pause." Dann wünschte Köllner "schöne Weihnachten, auch wenn's schwerfällt, an ein schönes Weihnachtsfest zu denken. Aber es geht weiter, wir müssen den Kopf wieder rausbringen".

    Club hat "gewissen Spielraum" für Winter-Neuzugänge

    Doch wie das gehen soll, ist eben die große Unbekannte. 17 Spiele sind vorbei, der Club hat elf magere Punkte gesammelt, steht auf dem letzten Tabellenplatz und hat einen Großteil der scheinbar machbaren Gegner schon im eigenen Stadion empfangen. In den vergangenen vier Spielen haben die Franken kein eigenes Tor erzielt, der letzte Sieg ist fast ein Vierteljahr und elf Spiele her. "Wir werden jetzt bestimmt nicht kapitulieren", sagte Sportvorstand Andreas Bornemann und verband seine Hoffnung auf einen erfolgreichen Kraftakt in der zweiten Saisonhälfte mit der Rückkehr einiger Verletzter wie etwa Kapitän Hanno Behrens. Aber auch Transfers schloss Bornemann nicht aus, der Club habe sich dafür "im Etat einen Spielraum gelassen".

    "Können es nur als Einheit schaffen"

    "Es bringt nichts, wenn wir negative Stimmung an uns heranlassen. Wir haben noch 17 Spiele, jedes Spiel hat seine eigene Geschichte", sagte Bauer tapfer. Er richtete einen leidenschaftlichen Appell an den Teil des FCN-Anhangs, der am Samstag pfeifend seinen Unmut zum Ausdruck gebracht hatte: "Wir können es nur als Einheit mit jedem einzelnen Fan da draußen schaffen."