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Der 1. FC Nürnberg und die Sehnsucht nach Bonusspielen | BR24

© picture-alliance/dpa

Jubelnde Spieler 1. FC Nürnberg

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    Der 1. FC Nürnberg und die Sehnsucht nach Bonusspielen

    Der 1. FC Nürnberg ist in Lauerstellung. Noch drei Punkte haben die Franken Rückstand auf Relegationsplatz 16. In Leverkusen könnte der Club einen Riesenschritt im Abstiegskampf machen. Wie soll das gelingen?

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    Ruhe ist keine Selbstverständlichkeit für einen fast schon traditionell aufgeregten Verein wie den 1. FC Nürnberg. Dass Trainer Boris Schommers bei den Franken jedoch trotz Tabellenplatz 17 ohne Störgeräusche arbeiten kann, könnte auf dem Weg zur vor Wochen kaum noch für möglich gehaltenen Rettung aber zum Riesenvorteil werden.

    "Grundsätzlich ist es sehr schön, dass wir es in den letzten Wochen geschafft haben, nicht nur keine Unruhe aufkommen zu lassen, sondern auch diesen positiven Trend zu haben, dass wir diesen Glauben wieder in die Mannschaft und den Verein stärken konnten", sagte Schommers vor dem schweren Gastspiel am Samstag (15.30 Uhr/Liveeinblendungen in Heute im Stadion) bei Europa-League-Aspirant Bayer Leverkusen.

    Noch drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz

    Nur noch drei Punkte liegen die Franken vor dem 30. Spieltag hinter dem Tabellen-16. VfB Stuttgart, der in Augsburg ran muss. "Wir sind erstmals wieder in direkter Schlagdistanz zum Relegationsplatz", konstatierte Schommers, der die Mannschaft am 12. Februar von Michael Köllner übernommen hat. Seine Spieler seien daher hochmotiviert. "Die Mannschaft hat in den letzten Wochen gemerkt, dass sie gegen jeden Gegner etwas holen kann, wenn sie so auftritt", befand der Interimscoach.

    Seit drei Spielen sind die Nürnberger ungeschlagen. Und auch gegen die glänzend besetzte Bayer-Elf um die Offensiv-Stars Kai Havertz, Julian Brandt und Leon Bailey sollen sie couragiert auftreten. "Ich möchte eine mutige Mannschaft haben, einen mutigen Auftritt haben", forderte Schommers. "Wir fahren zu einem sehr schweren Auswärtsspiel, zu einer sehr spielstarken Leverkusener Mannschaft", führte er aus. "Wir sehen aber auch unsere Chance, dort etwas mitzunehmen."

    Schommers mit "Sonderlob für die Mannschaft"

    Das Fundament für die Nürnberger Hoffnungen ist die Defensive, die Schommers stabilisiert hat. "Die Basis ist sicherlich, dass alle Spieler sehr gut gegen den Ball arbeiten, das fängt bei Mikael Ishak vorne an", erläuterte der Club-Coach. "Es ist einfach wichtig in unserer Situation, gerade gegen spielstarke Mannschaften, dass alle ihren Job gegen den Ball machen, damit du kompakt bleibst." Daher verteilte Schommers auch ein "Sonderlob für die Mannschaft, für die Defensivleistung der letzten Wochen."

    Personalprobleme hat Schommers nicht. Außer den Langzeitverletzten Adam Zrelak und Enrico Valentini fehlt nur Törles Knöll. Linksverteidiger Tim Leibold ist nach einer allergischen Reaktion beim 1:1 gegen den FC Schalke 04 wieder voll belastbar, Virgil Misidjan bietet sich nach verbüßter Gelbsperre als Option in der Offensive an.

    Relegationsspiele für den Club Maß aller Dinge

    Gerade der Angriff ist die Stärke von Bayer. "Leverkusen ist sehr spielstark, hat eine hohe Passsicherheit und starke Individualisten. Aber sie lassen auch Chancen zu", sagte Schommers. "Wir werden erstmal nicht viel Ballbesitz haben, dürfen Leverkusen nicht die Räume geben."

    Wenn die Franken all das umsetzen, könnten sie nach eigener Einschätzung eine Überraschung schaffen. "Wenn wir so spielen wie zuletzt, bin ich zuversichtlich, dass wir noch zwei Bonusspiele bekommen werden", meinte Offensivspieler Sebastian Kerk. Die Relegationsspiele sind für die Franken das Maß der Dinge.