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David Alaba ist "enttäuscht" vom FC Bayern - Zukunft unklar | BR24

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FC-Bayern-Spieler David Alaba hat es aus den Medien erfahren, dass der Verein sein Vertragsangebot zurückgezogen hat. Die erste Reaktion am Tag nach dem Interview von Präsident Herbert Hainer in "Blickpunkt Sport".

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David Alaba ist "enttäuscht" vom FC Bayern - Zukunft unklar

FC-Bayern-Spieler David Alaba hat auf die Ankündigung von Präsident Herbert Hainer reagiert, das Vertragsangebot zurückzuziehen. Er habe davon aus den Medien erfahren, kein Offizieller habe mit ihm gesprochen. Er sei "enttäuscht" und "verletzt".

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Von
  • Bernd R. Eberwein

"Die Vorfreude ist riesig. Es ist immer schön, in die Heimat zu fahren." Eigentlich hätte es eine prima Pressekonferenz für den Österreicher David Alaba werden können an diesem Montagnachmittag vor dem Champions-League-Spiel des FC Bayern München bei RB Salzburg (Dienstag, 21.00 Uhr, Radio-Livereportage bei B5 aktuell und BR24 Sport). Wäre da nicht dieser TV-Auftritt seines Präsidenten Herbert Hainer am Vorabend bei "Blickpunkt Sport" im BR Fernsehen gewesen.

Hainer hatte verkündet, dass der Verein sein Vertragsangebot an Alaba, das der Klub bis Ende Oktober offen gehalten hatte, zurückgezogen hat. Der 28-Jährige hatte noch wenig Zeit, die Meldung zu verarbeiten, denn "ich habe es gestern Abend wie ihr alle aus den Nachrichten erfahren und mitgeteilt bekommen. War natürlich eine besondere Situation. Wie es dann weitergeht, wird sich zeigen."

Alaba wusste von der Frist bis Ende Oktober

Alaba unterstrich, dass er zwar von der vermeintlichen Frist wusste, den Verantwortlichen aber auch klar in einem Gespräch vor sieben Tagen gemacht habe, dass er sich - parallel zum Spielbetrieb - "in der kurzen Zeit nicht die Gedanken machen können, wie es weitergeht. Wie sie dann handeln, habe ich nicht gewusst."

Alaba: Internes sollte auch intern bleiben

Der Abwehrchef wirkte durchaus angeschlagen, weil der FC Bayern wie schon häufiger während der Vertragsverhandlungen in den vergangenen Monaten die öffentliche Kommunikation gesucht hat.

"Ich hätte es sehr gerne gehabt, dass Internes auch intern bleibt", sagte Alaba, der sich auch daran stört, dass vermeintliche Gehaltsforderungen nach draußen gedrungen waren: "Ich war in den letzten Monaten etwas enttäuscht und auch verletzt, dass die Zahlen in den Medien preisgegeben werden."

Gehaltsforderung "entspricht nicht der Wahrheit"

Alaba betonte, dass die kolportieren Summen "nicht der Wahrheit" entsprechen. Angeblich habe der FC Bayern ein Jahresgehalt von elf Millionen Euro plus Bonuszahlungen geboten, was Alaba und seinem Berater Pini Zahavi zu wenig gewesen sein soll. Dass der Verein entsprechende Medienberichte nicht dementiert hat: "Das hat mich sicherlich enttäuscht."

Fanstimmung gekippt

Durch die zähen Vertragsverhandlungen der vergangenen Monate ist auch bei den Bayernfans die Stimmung teilweise gegen Alaba gekippt. Der zeigte "absolut Verständnis": Aus der Perspektive eines Fans könne er dies nachvollziehen und verstehen. Er habe aber "eine ganz andere Perspektive".

FC Bayern trotzdem noch eine Option?

Ob das letzte Wort nun bereits gesprochen ist, konnte Alaba nicht sagen, "es hat noch niemand mit mir gesprochen von offizieller Seite." Der Abwehrspielte betonte aber, dass er sich im Klub weiterhin wohl fühlt. "Ich bin ein Spieler, der gerne für den FC Bayern München spielt."

"Ich bin happy, hier zu sein. Ich bin happy, ein Teil dieser Mannschaft zu sein." David Alaba über den FC Bayern

Allerdings ist seine Zukunft offener denn je. "Wie es in der Zukunft aussieht, kann ich nach gestern Abend nicht sagen", so Alaba: "Ich habe mir keine Gedanken."

Angebliches Interesse von Topklubs aus Spanien oder England verwies er ins Fabelreich: "Bayern München war immer der erste Anperchpartner. Ich habe keinen Kontakt zu anderen Klubs."

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"Es gibt kein Angebot mehr": Die Worte von FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer in "Blickpunkt Sport" sorgen für eine Paukenschlag in der Fußballwelt. Die Münchner bieten David Alaba keinen neuen Vertrag mehr an.

Flick: "Alaba ist enorm wichtig"

Für Cheftrainer Hansi Flick kommt die Diskussion um die Zukunft von David Alaba zu einer Unzeit. "Ich bin alles andere als glücklich, dass wir uns mit diesem Thema in einer Woche befassen müssen", sagte er vor dem schwierigen Auswärtsdoppelpack in Salzburg und am Wochenende in Dortmund.

Was Alaba betrifft, unterstrich er dessen Bedeutung für die Mannschaft. Flick "wäre ich sehr froh, wenn David dem FC Bayern über die Saison erhalten bliebe. Er ist für die Mannschaft enorm wichtig, auf dem Platz, neben dem Platz."

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