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Bayerischer Relegations-Wahnsinn: "Verrückt" und "brutal" | BR24

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Der 1. FC Nürnberg jubelt nach dem Treffer zum 1:3

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Bayerischer Relegations-Wahnsinn: "Verrückt" und "brutal"

Was für ein Relegations-Drama. Nach dem 0:2 im Hinspiel hatte der FC Ingolstadt bis zur 96. Minute das Fußball-Wunder vor den Augen. 3:0 lagen die Schanzer vorn, der Club stand vor dem Horrorszenario 3. Liga. Doch dann kam Fabian Schleusener.

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Nach dem rettenden Joker-Tor von Fabian Schleusener in der sechsten Minute der Nachspielzeit rasteten beim 1. FC Nürnberg alle aus. Interimscoach Michael Wiesinger raste jubelnd auf den Rasen, auch Sportvorstand Robert Palikuca war dabei.

Mit dem Tor zum 1:3 (0:0) beim FC Ingolstadt wendete der Club im letzten Moment das Horrorszenario des Drittliga-Absturzes. Nach dem 2:0-Hinspielsieg gab das erzwungene Auswärtstor den Ausschlag für die Franken. "Das war sehr verrückt. Ich bin auch schon lange dabei, aber das hat natürlich nochmal alles getoppt", meinte Wiesinger.

"Mein Puls ist bei 200. Ich bin unheimlich erleichtert. Ich dachte, ich überlebe das nicht", stammelte Nürnbergs Aufsichtsratschef Thomas Grethlein nach dem erlösenden Abpfiff.

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"Mein Puls ist bei 200. Ich bin unheimlich erleichtert. Ich dachte, ich überlebe das nicht", stammelte Nürnbergs Aufsichtsratschef Thomas Grethlein nach dem erlösenden Abpfiff.

FC Ingolstadt nach Aufholjagd schon fast in der 2. Liga

Bis zur 96. Minute stand der Drittligist FC Ingolstadt nach dem 0:2 im Relegations-Hinspiel vor einem Fußball-Wunder, führte im leeren heimischen Sportpark nach drei Freistößen von Marcel Gaus durch Tore von Kapitän Stefan Kutschke (52. Minute), Tobias Schröck (62.) und Robin Krauße (62.) mit 3:0.

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Der FC Ingolstadt jubelt über die Aufholjagd.

1. FCN bringt den FCI doch noch um den "Lohn der Arbeit"

Am Ende standen die Oberbayern nach dem 1:3 dann aber doch mit leeren Händen da. "Ich habe eine Mannschaft gesehen, die etwas Unglaubliches geleistet hat, aber leider um den Lohn ihrer Arbeit gebracht wurde", recht viel mehr brachte FCI-Trainer Tomas Oral nicht mehr über die Lippen: "Das ist natürlich brutal. Was soll ich dazu sagen", sagte der Coach. Der FCI-Vorstandschef Peter Jackwerth hatte es anscheinend schon geahnt: "Wir sind es gewohnt, dass es zum Spielende problematisch wird". Nicht ganz unschuldig fand er dabei aber den Schiedsrichter, von dem er beim entscheidenden Treffer einen Videobeweis forderte.

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Enttäuschung beim FC Ingolstadt nach dem Gegentreffer

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Der FCI-Vorstandschef Peter Jackwerth hatte es anscheindend schon geahnt: "Wir sind es gewohnt, dass es zum Spielende problematisch wird".

Nürnberg feiert das "Tor zur 2. Liga"

Der Interimstrainer des 1. FC Nürnberg hingegen jubelte über das das "überragende Tor, weil wir deswegen in der 2. Liga bleiben". Wiesingers Fazit lautete: "Der Auftrag war, mit dem 1. FC Nürnberg in der 2. Liga zu bleiben. Der Auftrag ist erfüllt, wenn auch am Ende glücklich". Am Valznerweiher wurde der Klassenerhalt lautstark gefeiert.