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Covid-Impfstofftest in Afrika? Alaba ist empört | BR24

© Picture alliance/dpa

David Alaba

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    Covid-Impfstofftest in Afrika? Alaba ist empört

    Die fragwürdigen Äußerungen zweier französischer Wissenschaftler, einen Impfstoff gegen das Coronavirus in Afrika zu testen, stoßen auf heftige Gegenwehr. Allen voran tobte David Alaba vom FC Bayern München. Und er bekommt prominente Unterstützung.

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    "Sind diese beiden Typen Ärzte oder Clowns? Diese Art von Rassismus hätte ich mir nie vorstellen können", schrieb der Abwehrspieler von Bayern München bei Twitter. Die Äußerungen der Wissenschaftler seien "schändlich und inakzeptabel". Alaba, dessen Vater George aus Nigeria stammt, reihte sich in eine lange Liste prominenter Fußballer ein, die sich öffentlich äußerten.

    Drogba: Afrika "kein Versuchslabor", Afrikaner keine "Versuchstiere"

    Besonders laut schimpfte der zweimalige Fußballer des Jahres in Afrika, Didier Drogba. Er verurteilte die rassistischen Äußerungen aufs Schärfste. Afrika sei "kein Versuchslabor", die Menschen auf diesem Kontinent keine Versuchstiere, schrieb der ehemalige Nationalspieler von der Elfenbeinküste auf Twitter. Stattdessen rief er zum Kampf gegen das Virus auf. Ähnlich lautete auch Alabas Fazit: "Wir müssen alle zusammenstehen und Hand in Hand arbeiten, um dieses Virus zu bekämpfen", schrieb er.

    Nationalspieler Rüdiger: "Rassismus auf höchstem Level"

    Auch Nationalspieler Antonio Rüdiger wetterte gegen den seiner Meinung nach "schändlichen" Vorschlag. "Als ob die Afrikaner eine Tierart wären", twitterte der Abwehrspieler des FC Chelsea. Für ihn sei "das Rassismus auf dem höchsten Level".

    "Provokation" oder purer Rassismus?

    Die Wissenschaftler hatten zuvor im französischen Fernsehen darüber gesprochen, einen möglichen Impfstoff in Afrika zu testen. Dort gebe es "keine Masken, keine Behandlungsmöglichkeiten und keine Wiederbelebungsmaßnahmen", sagte Jean-Paul Mira, Chefarzt am Pariser Cochin Krankenhaus. So sei es auch auch bei Studien zu AIDS gemacht worden.

    Mira hatte vorab gesagt, er werde nun bewusst provozieren. Camille Locht, Forschungsdirektor des staatlichen Inserm-Institut, antwortete: "Sie haben recht, wir überlegen, eine parallele Studie in Afrika durchzuführen." Gleichzeitig denke man aber auch über mögliche Studien in Europa oder Australien nach, so Locht weiter. Dieses "Zurückrudern" kam aber nach den zuvor getätigten Aussagen viel zu spät.

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