BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Coronafolgen im Sport: Rudertraining ohne große Ziele | BR24

© BR24 Sport

Joachim Agne, 2018 Ruder-Weltmeister im Leichtgewichts-Doppelvierer, kann in Würzburg wieder auf dem Main trainieren. Doch für Leistungssportler wie ihn stellt sich, nachdem die großen Wettkämpfe abgesagt wurden, die Frage: Wofür eigentlich?

1
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Coronafolgen im Sport: Rudertraining ohne große Ziele

Joachim Agne, 2018 Ruder-Weltmeister im Leichtgewichts-Doppelvierer, kann in Würzburg wieder auf dem Main trainieren. Doch für Leistungssportler wie ihn stellt sich, nachdem die großen Wettkämpfe abgesagt wurden, die Frage: Wofür eigentlich?

1
Per Mail sharen

Der Coronavirus hatte den deutschen Rudersport lahmgelegt. Selbst als man im Freien joggen und Radfahren konnte, durften die Ruderer nicht mal im Einer aufs Wasser. Auch beim Akademischen Rudersportclub Würzburg ging deshalb zwischendurch nichts mehr. Es musste improvisiert werden. So durften die Kaderathleten Ruderergometer aus dem vereinseigenen Fitnessraum mitnehmen und trainierten daheim auf dem Balkon.

Motivation und neue Ziele zu stecken

Jetzt trainiert Joachim Agne, der Ruder-Weltmeister im Leichtgewichts-Doppelvierer, fast jeden Tag wieder auf dem Main. Doch wofür eigentlich? In einem Sommer ohne große Ziele, wie Deutsche Meisterschaft, Weltmeisterschaft oder Olympische Spiele. "Es ist natürlich relativ kompliziert, weil man immer von einem auf den anderen Tag leben muss", sagt der 25-jährige Athlet. "Man hat kein klares Ziel, auf das man hinarbeitet. Das erfordert schon eine hohe Flexibilität, sich immer wieder neu zu motivieren und seine Ziele neu zu stecken."

Immerhin kann Andreas Holz, Präsident beim Akademischen Ruderclub Würzburg e.V, der Situation etwas Positives abgewinnen. "So paradox das klingen mag: Dank Corona stimmen die Finanzen in den Vereinen. Denn das Teuerste sind die Wettkämpfe, da die ausfallen wird Geld gespart."