Lennard Kämna
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Corona wirbelt Giro durcheinander - Kämna bleibt gelassen

Bereits sechs Fahrer mussten beim Giro d'Italia wegen Corona aufgeben, erst am Sonntag erwischte es Topfavorit Remco Evenepoel. Lennard Kämna aus dem bayerischen Bora-hansgrohe-Team versucht, mit dem Thema gelassen umzugehen.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Bei Rad-Weltmeister Remco Evenepoel herrschte ein Wechselbad der Gefühle: Der Belgier gewann am Sonntag bei Giro d'Italia das Zeitfahren und eroberte sich das Rosa Trikot zurück. Doch kurz danach die Hiobsbotschaft: Evenepoel muss wegen einer Corona-Infektion den Giro verlassen. Der 23-Jährige ist der sechste Fahrer bei dieser Rundfahrt, der positiv auf Corona getestet wurde, unter anderem musste auch der zweimalige Zeitfahrweltmeister Filippo Ganna vom Spitzenteam Ineos Grenadiers das Rennen beenden.

Nach den vielen Corona-Fällen verfällt der deutsche Hoffnungsträger Lennard Kämna nicht in "Riesenpanik". "Ich weiß nicht, ob wir noch irgendetwas groß verändern. Wir haben keine Angst vor Covid. Es ist so, wie es ist. Wir versuchen in unserer Bubble so clean wie möglich zu sein und wir versuchen natürlich, nicht krank zu werden", sagte der Profi vom bayerischen Team Bora-hansgrohe.

"Das ist wie mit allen anderen Krankheiten auch. Wenn du es bekommst, bist du raus." Lennard Kämna

Kämna bislang zufrieden mit dem Giro

Mit seinem Abschneiden auf den ersten Etappen ist Kämna zufrieden. Nach der neunten Etappe belegt er in der Gesamtwertung den achten Platz. Durch die Abreise von Dominator Evenepoel hat er nun bessere Chancen auch die vordersten Plätze anzugreifen. 1:52 Minuten liegt er hinter dem Briten Geraint Thomas (Ineos Grenadiers), der nun die Führung übernehmen wird. Doch mit Aleksandr Vlasov liegt auch ein Teamkollege vor Kämna.

Für Kämna ist dieser Giro eine Premiere: "Bis jetzt, es ist eine schöne Erfahrung", sagte der deutsche Zeitfahrmeister, der erstmals in seiner Karriere die Gesamtwertung bei einer großen Rundfahrt in Angriff nimmt: "Es ist schon eine große Veränderung, als auf Etappenjagd zu gehen. Aber es gefällt mir ganz gut. Ich genieße es." Ziel bleibe es weiterhin, am Ende unter die besten Zehn der Gesamtwertung zu kommen. Als Helfer steht ihm dabei auch Anton Palzer an der Seite. Der Ramsauer ist Quereinsteiger im Radsport, im Skibergsteigen hatte er zuvor zahlreiche WM-Medaillen geholt.

Organisatoren führen Maskenpflicht beim Giro ein

Eine Veränderung wird es allerdings definitiv geben: Die Organisatoren des Giro d'Italia haben auf die Corona-Fälle unter den Radprofis reagiert und die Maskenpflicht wieder eingeführt. Das kündigte Direktor Mauro Vegni am Montag an. "Das bisherige Protokoll gibt es nicht mehr, ich kann nicht davon ausgehen, dass es keine weiteren unausgesprochenen Fälle gegeben hat. Wir werden die Maskenpflicht wiederherstellen", sagte Vegni der §Gazzetta dello Sport§. Demnach wird im Kontaktbereich mit den Fahrern im Start und im Ziel die Maskenpflicht wieder eingeführt. Dazu muss jeder Teilnehmer der Rundfahrt eine Maske tragen, wenn er mit den Fahrern in Kontakt tritt.

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